Schulgärten gegen Hunger

Im Norden Malawis unterstützt unsere Partnerorganisation ASUD Primarschulen beim Aufbau von Permakultur-Schulgärten. Durch die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft bekämpft ASUD zusammen mit den Schulgemeinden Hunger und Mangelernährung.

Schulgärten gegen Hunger

Im Norden Malawis unterstützt unsere Partnerorganisation ASUD (Action for Sustainable Development) Primarschulen beim Aufbau von Permakultur-Schulgärten. Durch die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft bekämpft ASUD zusammen mit den Schulgemeinden Hunger und Mangelernährung.

Fotoreportage aus dem Projekt in Malawi

Schulgarten

Mit einem Schulgarten in der Primarschule in Ng’ongo hat alles angefangen. Heute ist diese Schule ein Vorzeigeort für das Projekt von ASUD. Die LehrerInnen bilden sich ständig weiter in Techniken der Permakultur. Neben dem Gemüsegarten wachsen auf dem Schulgelände Obstbäume, Mais, Soja und Bananen; es gibt einen Brunnen für Wasser und eine kleine Solaranlage.

Unterricht Kompostherstellung

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts sind unterschiedliche Techniken zur Herstellung von Kompost. Der Kompost trägt massgeblich dazu bei, dass die Pflanzen gut gedeihen. Hier unterrichtet ein Lehrer SchülerInnen zu diesem Thema.

Schweinestall

Zur Herstellung von Kompost braucht es tierischen Dung, weshalb die Schule Schweine hält. Diese wohnen neu in einem grösseren und robusteren Schweinstall und werden von den Schulkindern besucht und gefüttert.

Gemüsegarten Eltern

Die Eltern lernen bei ihrer Mithilfe im Schulgarten die neuen Techniken und wenden sie bei sich zu Hause an. Einige von ihnen sind besonders engagiert und testen und entwickeln diese Techniken weiter. Sie unterstützen mit ihrem Knowhow Gruppen von Bauern und Bäuerinnen aus der Umgebung bei der Anlegung und erfolgreichen Bewirtschaftung von Permakulturgärten.

Schweinestall Holz

Die Bauern und Bäuerinnen legen auch zu Hause einen Schweinstall an und unterstützen sich gegenseitig bei der Pflege und der Vermehrung der Schweine. 

Kompostherstellung neu

Diese Bäuerinnen testen eine neue Variante der Kompostherstellung bei sich zu Hause aus. Ein ASUD Mitarbeiter berät sie dabei.

Bett Zuhause

Die Ernten aus den Gärten versorgen die Familien mit gesundem Gemüse. Dank dem eigenen Kompost und den Techniken zur Bodenfeuchthaltung gedeihen die Pflanzen gut. Die Überschüsse können auf dem Markt verkauft werden. Dank dieser zusätzlichen Erträge konnten sich beispielsweise Grace und ihre Mutter Mirrium ein Bett kaufen.

Zuhause

Auch ein kleines Solarpanel fürs Dach konnten sie sich leisten, das ihnen Strom fürs Aufladen des Handys  liefert.

Haus neue Fenster

Diese Familie konnte sich dank dem Verkauf aus ihrem Gemüsegarten neue Fenster für ihr Haus kaufen.

Wasser holen

Vor einigen Jahren finanzierte EcoSolidar der Schule in Ng’ongo einen Tiefbohrbrunnen, dank dem die SchülerInnen sauberes Wasser zum Trinken, Kochen, für die persönliche Hygiene und den Schulgarten haben. Der Brunnen wird auch von der Dorfgemeinschaft genutzt.

Wasserloch

Der Zugang zu Wasser war früher ein grosses Problem für die Schule und die Gemeinschaft. Es gibt zwar weiter entfernte Wasserlöcher, der Transport dieses Wassers ist aber anstrengend und zeitraubend. Zudem ist das Wasser oft verschmutzt und gesundheitsgefährdend. 

Solarpanels

Einen weiteren Zugang zu Wasser in der Region bietet ein Bach. Solange er Wasser hat, können die Menschen dieses für die Bewässerung ihrer Felder nutzen. Nun haben sich mehrere Bauernfamilien zusammengetan und befördern mit solarbetriebenen Wasserpumpen das Wasser aus dem tief gelegenen Bach auf ihre Felder. 

Bewässerung Felder Solarpanel

Die Bewässerung von Feldern wird damit einfacher und sicherer. Dank den Solarpanesl können die Bauernfamilien das ganze Jahr über Gemüse anpflanzen und Überschüsse verkaufen. Dieses Pilotprojekt wird zurzeit auf weitere Gemeinden ausgeweitet.

Weg zum Gemeinschaftsfeld

Eine Gruppe von Frauen auf dem Weg zu ihrem Gemeinschaftsfeld. Es liegt etwas ausserhalb des Dorfes.

Frauengruppe

Frauengruppen aus den Gemeinden sind im Projekt von ASUD zentral, was sich auch an den neuen Standorten bestätigt. Die Frauen tragen das Projekt in vieler Hinsicht: Sie schliessen sich in Gruppen zusammen und unterstützen sich gegenseitig beim Aufbau und der Weiterentwicklung eigener Permakulturgärten. 

Mütter an der Schule

Die Frauen unterstützen auch die Schulen und ihre Kinder, indem sie im Schulgarten mitarbeiten. So erwerben sie sich gleichzeitig viel Wissen und neue Techniken, die sie dann bei sich zu Hause umsetzen. Thomas Ngwira, der Geschäftsleiter von ASUD, betont: „Ich habe gelernt, dass von der Förderung der Frauen die ganze Gemeinschaft profitiert, da sie direkt für das Wohl der Familie verantwortlich sind.“

Lehrerin Kompost neue Schule

Zurzeit sind vier weitere Primarschulen im Norden Malawis dabei, dasselbe Projekt bei sich umzusetzen. Ownership, d.h. dass das Projekt den beteiligten Menschen gehört und von ihnen umgesetzt und getragen wird, hat auch bei diesen neuen Standorten einen zentralen Stellenwert. Thomas Ngwira ist überzeugt, dass die Projekte nur so Sinn machen und langfristig bestehen bleiben. 

Thomas Einweihung Feier

Bei unserem letzten Besuch gab es feierliche Einweihungszeremonien. Die neu angelegten Schulgärten, Schweinställe und Bananenpflanzungen wurden gemeinsam besucht und gefeiert. Die Freude über dieses Projekt und die Bedeutung für die Menschen waren dabei deutlich spürbar.

INDIGENE JUGENDLICHE IN ZWEI LEBENSWELTEN

Immer mehr indigene Jugendliche ziehen für ein Studium in die Stadt. Jedoch ist es für sie in vielerlei Hinsicht eine grosse Herausforderung.

Peru indigener Jugendlicher

Indigene Jugendliche zwischen zwei Lebenswelten

Unsere Partnerorganisation FENAMAD (Federación Nativa del Río Madre de Dios y Afluentes) arbeitet im peruanischen Amazonasgebiet mit indigenen Studierenden, die für ihr Studium in die Stadt ziehen müssen. Auch arbeitet sie mit Sekundarschülern und Sekundarschülerinnen. Die höhere Schulbildung bedeutet eine grosse Chance für die Jugendlichen selbst wie auch für die indigenen Gemeinschaften. Deshalb setzt FENAMAD an verschiedenen Schnittstellen an und unterstützt die Jugendlichen und Kinder beim Zugang zu Bildung und darin, sich weitere soziale und interkulturelle Kompetenzen anzueignen. 

Fotoreportage aus dem Projekt in Peru

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Immer mehr indigene Jugendliche ziehen für ein Studium in die Stadt. Jedoch ist es für sie in vielerlei Hinsicht eine grosse Herausforderung. Sie verfügen oft nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel, so dass sie sich eine stabile Wohnsituation und gesunde Ernährung nicht leisten können. Auch fehlt es ihnen häufig an einer adäquaten Betreuung. Hinzu kommt, dass sie immer wieder auf Diskriminierung stossen.

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José Antonio Dumas und Katya Mallea von FENAMAD koordinieren und leiten das Bildungsprojekt in Puerto Maldonado und Pilcopata. FENAMAD unterstützt die indigenen Studierenden bei ihrem gefühlten Spagat zwischen dem Leben in ihrer Gemeinschaft und dem Studium in der Stadt. Für die Zeit während ihres Studiums können die Studierenden in der «Casa Miraflores» wohnen. Das Wohnhaus, welches von FENAMAD zur Verfügung gestellt wird, bietet den Jugendlichen einen geschützten Raum, wo sie wohnen und lernen können. Zudem werden sie von Katya Mallea (r.), einer psychologischen Fachperson, individuell betreut, um sie in ihrem Selbstbewusstsein und bei der Entwicklung ihrer Zukunftspläne zu unterstützen. Sie erhalten auch Nachhilfeunterricht und können künstlerische Workshops besuchen.

Eine halbe Stunde Bootsfahrt von Puerto Maldonado entfernt liegt ein Gemeinschaftsgarten, der von den Jugendlichen unter der Leitung eines ehemaligen Studenten und diplomierten Landwirts betreut und gepflegt wird. Der Weg über das Wasser ist im peruanischen Amazonas normal, oft sogar die einzige Möglichkeit. Je nach Wasserstand und Witterung besuchen sie den Garten zweimal in der Woche in einer kleinen Gruppe.

Nach der Bootsfahrt führt der Weg eine halbe Stunde lang durch den Regenwald.

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Im Garten angekommen, packen sie sofort mit an. Viele Jugendliche hatten bereits in jungen Jahren in ihren Dorfgemeinschaften bei der Gartenarbeit mitgeholfen und kennen sich daher gut aus. Auch der Ertrag wird gesammelt. Auf dem Bild ist zum Beispiel Kurkuma zu sehen, welche sie in der Küche verwenden. Durch die Gartenarbeit lernen die Jugendlichen unter anderem, Verantwortung für ihre eigene Existenz zu übernehmen.  

Sie bauen auch Kochbananen an, welche ein wichtiger Bestandteil der peruanischen Küche sind, vor allem im Amazonastiefland. Die Erträge aus dem Gemeinschaftsgarten sorgen für eine ausgewogene Ernährung der Studierenden. Ausserdem ermöglicht er ihnen eine natur- und kulturnahe Beschäftigung und ist ein wichtiger Ausgleich zum Leben in der Stadt. 

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Das Bildungsprojekt wäre ohne eine enge Zusammenarbeit mit den Dorfgemeinschaften nicht möglich. Deshalb besucht FENAMAD regelmässig die Gemeinden, um die Probleme und Bedürfnisse der indigenen Gemeinschaften zu erkennen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auch bei diesen Besuchen führt der Weg häufig übers Wasser.

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Bei unserem letzten Besuch gingen wir mit der FENAMAD nach Puerto Luz. Es gab eine ausführliche Sitzung mit der Dorfgemeinde. Wir tauschten uns aus über das Studium und das Leben der Jugendlichen in der Stadt, fernab ihrer Familien. Das Studium in der Stadt ist auch ein Politikum für die ganze Gemeinde, es wird ein Resultat für die Gemeinschaft erwartet. Diese Sitzung hatte klar gezeigt, wie wichtig das Betreuungsangebot der FENAMAD in Puerto Maldonado für diese jungen indigenen Studierenden ist. Bestätigt wurde uns dies auch in den verschiedenen Gesprächen mit den Eltern und den Lehrpersonen der Sekundarschule. 

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Bei den Besuchen in den Dorfgemeinschaften führt die FENAMAD Gespräche mit den Jugendlichen und ihren Eltern. Bei diesen Gesprächen werden Fragen, Schwierigkeiten, aber auch Erwartungen und Wünsche diskutiert. So konnte in den letzten Jahren gegenseitiges Vertrauen entstehen und das Projekt hat sich in den indigenen Gemeinschaften gut etabliert. 

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Viele Studierende kommen aus Gemeinschaften, die in fünf Stunden oder in einigen Fällen in mehreren Tagen zu erreichen sind. Je nach Wasserstand des Flusses, kann es sogar vorkommen, dass sie ihre Familien mehrere Monate nicht besuchen können. Hinzu kommt, dass der Transport sehr teuer ist. 

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Neu unterstützt die FENAMAD auch Sekundarschüler und Sekundarschülerinnen in Huacaria, einer Gemeinde, in der Machigenkas, Wachiperis und Quechuas zusammenleben. In Huacaria selber gibt es keine Sekundarschule. Die nächste liegt in Pilcopata – zu weit weg, als dass die Jugendlichen aus Huacaria die Schule konstant und reibungslos besuchen könnten.

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Dies ist einer der Gründe, weswegen viele indigene Jugendliche aus Huacaria nicht über die Primarschule hinauskommen. Die Gemeinde sucht deshalb zusammen mit der FENAMAD einen Weg, wie diese häufigen Schulabbrüche gestoppt werden können.

Die Lösung ist ein Wohnhaus in Pilcopata für die Schüler und Schülerinnen aus Huacaria aber auch für jene aus noch weiter entfernten Gemeinden. EcoSolidar hat den Bau dieses Wohnhauses, bestehend aus Schlafzimmern, WCs und Duschen, einer Küche und einer «Maloka» (Gemeinschaftshaus) in der Mitte, finanziert. 

Die «Maloka» wurde von den Eltern und ihren Kindern in Gemeinschaftsarbeit gebaut. Mit diesem Wohnhaus wollen sie den Schulabbrüchen entgegenwirken, die unter anderem durch zu lange Schulwege aber auch durch Armut verursacht werden. So können die Jugendlichen unter der Woche in Pilcopata wohnen, wo sich auch die Sekundarschule befindet, und am Wochenende in ihre Gemeinden zurückkehren. Die Gemeinde will die Aufsicht und Zubereitung der Verpflegung der Jugendlichen organisieren, die FENAMAD wird einen Tutor oder eine Tutorin zur schulischen Betreuung stellen. 

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In Amalia, einer sehr kleinen Gemeinde, gibt es eine Primarschule, die von der Gemeinde selber aufgebaut wurde. Diese Primarschule wird derzeit von 12 Kindern besucht. Diese Kinder sollen später die Möglichkeit haben, eine Sekundarschule zu besuchen. FENAMAD steht der Gemeinde als beratender, vermittelnder Ansprechpartner zur Verfügung.

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Amalia ist nur mit dem Boot oder in einem mehrstündigen Fussmarsch durch den Regenwald zu erreichen. Die FENAMAD arbeitet mit voller Hingabe; in Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften und den Studierenden ist sie in der Lage, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. 

Jugendliche auf dem Weg in die Unabhängigkeit

Unsere Partnerorganisation BSDA (Buddhism for Social Development Action) hat in der Region Kampong Cham, Kambodscha, ganzheitliche Bildungs- und Ausbildungsprogramme für sozial gefährdete Kinder und Jugendliche geschaffen. Mit dem Ziel den jungen Menschen eine Perspektive zu geben und ihnen ein unabhängiges und würdevolles Leben zu ermöglichen, fördert BSDA nicht nur die schulischen und beruflichen, sondern auch die sozialen und persönlichen Fähigkeiten der Begünstigten.

Shop in Kampong Cham

Jugendliche auf dem Weg in die Unabhängigkeit

Unsere Partnerorganisation BSDA (Buddhism for Social Development Action) hat in der Region Kampong Cham, Kambodscha, ganzheitliche Bildungs- und Ausbildungsprogramme für sozial gefährdete Kinder und Jugendliche geschaffen. Mit dem Ziel den jungen Menschen eine Perspektive zu geben und ihnen ein unabhängiges und würdevolles Leben zu ermöglichen, fördert BSDA nicht nur die schulischen und beruflichen, sondern auch die sozialen und persönlichen Fähigkeiten der Begünstigten. Die Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten öffnen den jungen Menschen die Türen zu einer besseren Zukunft. Das Wissen um die persönlichen Fähigkeiten und daraus resultierend der Glaube an sich selbst, sind dabei für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich. BSDA hat dies erkannt und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in allen Programmen für alle Altersstufen. 

Fotoreportage aus dem Projekt in Kambodscha

Kindergarten

In zwei eigenen Kindergärten werden Kinder aus besonders armen Verhältnissen auf die Schule vorbereitet. Dies geschieht ganzheitlich und auf spielerische Weise. Dieses Programm soll langfristig in das sich im Entstehen befindende öffentliche Kindergartenprogramm integriert werden. Dazu arbeitet BSDA eng mit dem Bildungsministerium zusammen. 

Happy Happy Center

Im Happy-Happy-Zentrum, eines der beiden Drop-In-Zentren, können die Kinder zusätzlich zu der regulären Schule den Nachhilfeunterricht besuchen. Durch das Angebot werden die Eltern, von denen die meisten informeller Arbeit nachgehen, entlastet und die Kinder haben einen sicheren Ort für ihre persönliche Entwicklung.

Stipendien verteilen

BSDA verteilt auch Stipendien an besonders arme Familien und sichert so den Schulbesuch von vielen sozial gefährdeten Kindern. Im Rahmen dieser Stipendienübergaben werden auch Sensibilisierungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen organisiert. Hier wird das Thema Gewalt behandelt. 

Küche Training

BSDA betreibt zwei eigene Sozialunternehmen, in denen Jugendliche eine Ausbildung in der Gastronomie und Hotellerie absolvieren können. Hier im Smile Restaurant zeigt eine ehemalige Begünstigte zwei Auszubildenden, wie man verschiedene Getränke zubereitet. 

Hanchey Sängerin

Sreng Bopha (rechts) hat eine Ausbildung im Hanchey Bamboo Resort, das zweite BSDA-eigene Sozialunternehmen, absolviert. Hier bedient sie gerade eine bekannte kambodschanische Sängerin, die im Resort, das nationale und internationale Gäste anzieht, ihren Geburtstag gefeiert hat. 

Hanchey

Aufgrund der besonderen Architektur und des sozialen und ökologischen Konzepts ist das Resort mittlerweile weit herum bekannt. 

Gartenarbeit

Der Garten wird als informeller Teil der Ausbildung hervorragend von den Auszubildenden gepflegt. Sie haben Freude daran, dass sie zur Pflege des Resort-Gartens beitragen können. 

Shop

Zusätzlich zu den eigenen Sozialunternehmen ermöglicht BSDA auch in externen Ausbildungsbetrieben Berufslehren für Jugendliche an. Hier sieht man einen Beauty-Salon, welcher im Zentrum von Kampong Cham liegt. 

Beauty Salon

In diesem Beauty-Salon lernt die Berufslernende wie man Haare schneidet und frisiert. Sie wird dabei von der Ausbildnerin unterstützt. 

Shop Mechanik

Eine weitere externe Ausbildungsmöglichkeit bietet BSDA im Bereich Elektronik an. Die Jugendlichen werden während ihren Ausbildungen nicht nur von den AusbildnerInnen unterstützt, sondern auch eng von BSDA-Mitarbeitenden betreut. 

Betreuung

Die enge Betreuung findet unter anderem anhand von regelmässigen Evaluationen, Standortbestimmungen und persönlichen Gesprächen statt. Hier führen zwei BSDA-Mitarbeitende ein Standortgespräch mit einem Front-Desk Berufslernenden. 

Apsara Tanz

Die Förderung sozialer und persönlicher Fähigkeiten ist Teil der ganzheitlichen Betreuung. Im zweiten Drop-In-Zentrum können die Jugendlichen sinnvollen Freizeitbeschäftigungen nachgehen, wie beispielsweise dem Erlernen vom traditionellen kambodschanischen Apsara-Tanz. 

Ehemalige

Die ganzheitliche Betreuung ermöglicht es den Jugendlichen und Kindern, ihr Selbstvertrauen hin zur Unabhängigkeit zu stärken. Diese ehemaligen Begünstigten haben uns persönlich von der positiven Wirkung des ganzheitlichen Ansatzes auf ihre persönliche Entwicklung berichtet. Einige von ihnen arbeiten als Freiwillige im Zentrum mit, andere sind dort sogar fest angestellt. 

Team

Das Ziel von BSDA ist es, den Jugendlichen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, indem sie einen Beruf erlernen und dadurch ihre Existenz sichern. Die ehemaligen Begünstigen werden über einen bestimmten Zeitraum durch Nachbetreuungsprogramme begleitet, um sicherzustellen, dass sie auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit Fuss fassen können. 

Shop Motorrad

Einige Jugendliche bekommen eine Festanstellung in ihrem Ausbildungsbetrieb und andere wagen den Schritt in die Selbstständigkeit, wie beispielweise die Besitzerin von diesem kleinen Shop. 

Ehemalige Shop

Chhouern Sreyya, eine ehemalige Begünstige, betreibt einen erfolgreichen Shop mit Papeterie-Artikeln und einem Café. Sie kann gut von ihrem Einkommen leben und führt ein erfülltes und unabhängiges Leben. 

Pioniergeist im Biolandbau

Unsere lokale Partnerorganisation KODO (Kuthandiza Osayenda Disability Outreach) unterstützt in Salima, Malawi, Bauern und Bäuerinnen mit einer Gehbehinderung in den Bereichen Mobilität, Einkommensgenerierung und Nahrungssicherheit. KODO bietet Kurse in Schneiderei und Korbstuhlherstellung an. Parallel dazu werden alle TeilnehmerInnen in Biolandbau und Permakultur geschult und bei der praktischen Umsetzung begleitet.

Pioniergeist Fotoreportage

Pioniergeist im Biolandbau

Unsere lokale Partnerorganisation KODO (Kuthandiza Osayenda Disability Outreach) unterstützt in Salima, Malawi, Bauern und Bäuerinnen mit einer Gehbehinderung in den Bereichen Mobilität, Einkommensgenerierung und Nahrungssicherheit. KODO bietet Kurse in Schneiderei und Korbstuhlherstellung an. Parallel dazu werden alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Biolandbau und Permakultur geschult und bei der praktischen Umsetzung begleitet. Dank den Techniken des Biolandbaus können sie sich und ihre Familien gesund ernähren ohne viel Geld für Saatgut und chemische Düngemittel ausgeben zu müssen. Das neue Wissen geben sie an andere weiter, was ihre soziale Stellung in der Gemeinschaft stärkt.
Photos: André Affentranger/EcoSolidar

Fotoreportage aus dem Projekt in Malawi

KODO_Gebäude

Bei KODO gibt es ein Schulungsgebäude für die Kurse in Schneiderei und Korbstuhlherstellung, einen Permakulturgarten und daneben ein von EcoSolidar finanziertes Hostel mit Zimmern für die Kursteilnehmenden. 

KODO Training Kompost

Alle Kursteilnehmenden werden während ihrer Ausbildung bei KODO in Biolandbau geschult. Hier findet ein Training zur Kompostherstellung statt. 

KODO Zimmer und Betten

Die Zimmer sind auf die Bedürfnisse der gehbehinderten Kursteilnehmenden zugeschnitten, die Betten sind extra tief gebaut. 

KODO Tereza und Kollegin

Tereza Bute (rechts) machte bei KODO eine Ausbildung in Schneiderei und in biologischer Landwirtschaft. Heute ist sie Leadfarmerin. In dieser Funktion gibt sie ihr Wissen an 30 Bauern und Bäuerinnen aus ihrem Dorf weiter.

KODO Tereza Kompost

Hier zeigt Tereza einer Gruppe, wie sie mit vorhandenen natürlichen Materialien einen einfachen organischen Kompost herstellen können, sodass sie keine chemischen Düngemittel kaufen müssen. 

Im Dorf züchtet Tereza Hasen, welche die Bauernfamilien untereinander verteilen. Hasen liefern Dung für den Kompost. Tereza eignet sich kontinuierlich neues Wissen an und gibt es an die anderen weiter. Im Mai 2021 konnte sie mit KODO eine externe Weiterbildung im Paradies Institute Malawi besuchen.

Tereza und ihr Mann sind ein eingespieltes Team. Während ihrer 6-monatigen Abwesenheit hat sich ihr Mann um Haushalt und Kinder gekümmert. Beide sahen die Ausbildung als eine Investition in die Zukunft, die sich heute auszahlt.

Bild Tereza

Das Gelernte kann Tereza erfolgreich zu Hause anwenden. Sie lernte, wie man organischen Kompost herstellt, welche Pflanzen zur Schädlingsbekämpfung dienen und wie man mit Bewässerungstechniken und Bodenbedeckung für genug Feuchtigkeit sorgt.

Tereza mit Mann und Sohn Ernte

Tereza und ihr Mann ernten auf ihrem Feld frische Erdnüsse. Sie sind mit der Ernte zufrieden.

KODO Erdnüsse Kreis

Die Ernte zieht die Kinder aus dem Dorf an. Sie setzen sich dazu und helfen, die Erdnüsse von den Stängeln zu trennen. Bei dieser Gelegenheit werden die frischen Früchte eifrig probiert.

Dorothy Kabambe hat bei KODO Biolandbau und Schneiderei gelernt. Zu Hause näht und verkauft sie Kleider. Das neue Einkommen gibt ihr Selbstvertrauen und verbessert ihre soziale Stellung in der Gemeinschaft. 

George Chimpiko, Gründer und Geschäftsleiter von KODO, unterwegs mit Dorothy. Er hat selbst eine Gehbehinderung. Sein Ziel ist, gehbehinderten Menschen zu ermöglichen, für sich selbst zu sorgen. 

Dorothy mit Rollstuhl

Dorothy hat von KODO einen Rollstuhl erhalten. Mit diesem kann sie zu ihrem Feld fahren und dort arbeiten. Ein wichtiges Ziel von KODO ist es, den gehbehinderten Bauern und Bäuerinnen Mobilität zu verschaffen, dank der sie selbstständiger werden.

Polina Judesi (rechts) hat bei KODO einen Kurs in Korbflechten absolviert und zugleich Biolandbau gelernt. Heute produziert und verkauft sie kleine Tische und Stühle. Für ihre Felder stellt sie Kompost her und sie benutzt lokale Maissorten, aus denen sie ihr eigenes Saatgut gewinnt. Das macht sie unabhängig vom Kauf teurer Setzlinge und chemischer Düngemittel. Als Leadfarmerin gibt sie ihr Wissen an andere weiter. 

Akim Chifuno ist ein Followfarmer von Polina. Sie kommt regelmässig bei ihm vorbei und berät ihn bei Schwierigkeiten. Akim hat bei KODO einen Kurs in Schneiderei und in Biolandbau besucht. Er kann sich mit Näharbeiten ein kleines Einkommen verdienen. Zusätzlich hat Akim ein Baumwollfeld gepflanzt, für das er seinen eigenen organischen Kompost herstellt und das er mit einer Reihe schädlingsabweisender Pflanzen umgeben hat. Die Baumwolle, die er dort erntet, kann er verkaufen. 

KODO Malawi Masken

Während der Corona-Pandemie musste das Ausbildungszentrum zeitweise schliessen. Die ehemaligen Kursteilnehmenden fertigten in dieser Zeit Stoffmasken an und KODO stellte Händewaschstationen in den Dörfern auf. Hier besucht George Chimpiko (links) eine ehemalige Kursteilnehmerin, die Stoff-Masken näht.

Zweisprachiges Radio

In Cusco, Peru, produzieren indigene Kinder in der Schule zweisprachige und interkulturelle Radioprogramme. Sie werden somit aktiv in den Schulunterricht einbezogen, stärken ihr Selbstbewusstsein, festigen die Kenntnisse ihrer Muttersprache und setzen sich mit ihrer kulturellen Herkunft auseinander.

Zweisprachiges Radio produziert von indigenen Kindern in der Schule

Zweisprachiges Radio

In Cusco, Peru, produzieren indigene Kinder in der Schule zweisprachige und interkulturelle Radioprogramme. Sie werden somit aktiv in den Schulunterricht einbezogen, stärken ihr Selbstbewusstsein, festigen die Kenntnisse ihrer Muttersprache und setzen sich mit ihrer kulturellen Herkunft auseinander. Die Radioprogramme werden über regionale Radiosender ausgestrahlt und machen die Stimmen der Kinder und der indigenen Gemeinschaften in den Medien hörbar. Sie dienen in der Schule wiederum als interkulturelles Lehrmaterial, indem die Kinder die Radioprogramme anderer Schulen hören und darüber diskutieren. Das Radioprojekt von Pukllasunchis leistet einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Gleichberechtigung in der Schulbildung.

Fotoreportage aus dem Projekt in Peru

An einer Schule in Chillihuani nimmt eine Schulklasse ein Radioprogramm auf. Oft stellen die Kinder die Geschichten, die sie erzählen, als Theaterstücke mit Verkleidung und Requisiten dar. In dieser Aufnahme geht es um ein traditionelles Ritual der indigenen Schafzüchter. 

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Die Teilnahme stärkt die Kinder als Gruppe wie auch als Individuen. Sie übernehmen Verantwortung für das gemeinsame Radioprogramm, festigen die Kenntnisse ihrer Muttersprache und stärken ihr Selbstbewusstsein. Zudem haben sie grossen Spass dabei. 

Die Lehrerin ist begeistert vom Radioprojekt und unterstützt ihre SchülerInnen gerne dabei. Sie hat bei Pukllasunchis eine Weiterbildung besucht und neue Unterrichtsmethoden kennen gelernt: Ihr Unterricht ist partizipativ, sie benutzt visuelle Lernhilfen, das Klassenzimmer ist farbenfroh und es herrscht ein angenehmes Lernklima. 

Ermelinda geht auf diese Schule und ihr gefällt es sehr, die Radioprogramme aufzunehmen. Die Klasse entwickelt das Programm gemeinsam: Sie bestimmen das Thema, überlegen sich den Ablauf und verteilen die Rollen. Jedes Kind kommt zu Wort und kann seinen/ihren Teil beitragen.

Henry geht auf eine Landschule in Ccoñamuro. Regelmässig produzieren er und seine KlassenkameradInnen Radioprogramme. Hier erzählt Henry von seinem Alltag und den traditionellen Zeremonien, die er mit seiner Familie durchführt. Die Radiosendungen werden von anderen Klassen angehört und der Inhalt diskutiert.

Die Schule, die Henry besucht, ist sehr klein und die meisten Kinder sprechen Quechua. Ihre Mütter bereiten abwechslungsweise das Mittagessens zu, das die Kinder dann gemeinsam essen. 

Zu Hause muss sich Henry um die Meerschweinchen kümmern.

Wie viele andere in der Gemeinde züchtet und verkauft seine Familie Meerschweinchen (Cuy), die in Peru eine beliebte Speise sind. Daneben haben die meisten Familien ein Stück Land und einige Kühe. 

Constantino bei der Arbeit. Er leitet die Radiostation Ausangate. Sie befindet sich in Quispicanchi, in der Region Cusco. Unter anderem hier werden die Radioprogramme ausgestrahlt. 

Sie erreichen viele indigene Familien auf dem Land und in der Stadt. Die Sendungen haben einen hohen Stellenwert, da sie Informationen aus anderen Regionen bringen und das Gemeinschaftsgefühl stärken.

In einer Weiterbildung für Lehrpersonen bei Pukllasunchis stellt Yovana Huanca Huallparimachi die vielen Facetten des Radioprojekts im Unterricht vor. Die LehrerInnen lernen vieles zum Thema zweisprachiger und bikultureller Unterricht, das sie praktisch umsetzen können. Motivierend finden sie auch die grossen Veränderungen bei den SchülerInnen, die dank der Teilnahme am Radioprojekt selbstsicherer werden und im Unterricht aktiver teilnehmen.

An Anlässen der Schulen präsentieren die Schüler und Schülerinnen den stolzen Eltern und anderen Interessierten ihre verschiedenen Projekte. 

Dazu gehören in Chillihuani bespielsweise Karten der Umgebung mit den wichtigen natürlichen Ressourcen, Darstellungen der Geschichte und Kultur der Region sowie die Produktion von Radioprogrammen.

Seit Beginn der Corona-Krise sind die Schulen in Peru geschlossen. Gerade für indigene Familien auf dem Land ist es unmöglich, den digitalen Zugang zur Schulbildung für ihre Kinder zu gewährleisten. Es fehlen die elektronischen Geräte und der Zugang zum Internet. Pukllasunchis erarbeitete gemeinsam mit LehrerInnen Schulmaterialien für den Online Fernunterricht und Schullektionen für das Radio. Kinder mit Zugang zu Mobiltelefonen und Internet konnten den Unterricht mitgestalten. Sie schickten Video- und Audioaufnahmen zu den Schulthemen an Pukllasunchis, die diese dann über das Internet und über das Radio weiteren SchülerInnen zur Verfügung stellten. So erreichten sie viele Kinder in ländlichen Gebieten, die sonst während dieser Zeit keinen Zugang zu Bildung gehabt hätten. Das Radioprogramm hat in dieser Zeit eine zentrale Rolle eingenommen: Über zusätzliche Radioprogramme wurden Schullektionen ausgestrahlt und auch Informationen über Corona mit der Figur Capitán Jabón (Kapitän Seife) verbreitet (https://redsisicha.home.blog). 

Biolandbau: Von der Schule in die Dorfgemeinschaften

In Ng’ongo, einem abgelegenen Dorf im Norden Malawis, hat die Dorfgemeinde, unterstützt von ASUD (Action for Sustainable Development), vor vier Jahren begonnen, bei der Schule einen Permakulturgarten aufzubauen.

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Biolandbau: Von der Schule in die Dorfgemeinschaften

In Ng’ongo, einem abgelegenen Dorf im Norden Malawis, hat die Dorfgemeinde, unterstützt von ASUD (Action for Sustainable Development), vor vier Jahren begonnen, bei der Schule einen Permakulturgarten aufzubauen. Die Schulabstinenz hat dank ihm stark ab- und die Leistungsfähigkeit der SchülerInnen zugenommen. Mit dem Dung von Schweinen produziert die Schule den benötigten Kompost selbst. Auch die Mütter der Schulkinder wurden einbezogen, sie organisieren sich in Clubs und erlernen durch ihre Mitarbeit im Schulgarten ebenfalls die Biolandbautechniken. Heute haben diese Frauen auch einen Permakulturgarten bei sich zu Hause, aus dem sie Gemüse für eine ausgeglichene Ernährung ernten können. Sie unterstützen sich gegenseitig und geben ihr Wissen an andere Familien in ihren Dörfern weiter. In weniger als drei Jahren entstand ein ganzheitliches Projekt, das nun Modellcharakter für andere Gemeinden hat.

Fotoreportage aus dem Projekt in Malawi

Malawi Permakultur Schulgarten

Ellen Magawa, Lehrerin an der Primarschule in Ng’ongo im Norden Malawis, unterrichtet ihre SchülerInnen in der Kompostherstellung. Dafür werden Gruben ausgehoben, die mit dem Kompostmaterial befüllt, zugedeckt und ruhen gelassen werden. Den Kompost werden sie später im Schulgarten einsetzen und die biologischen Produkte daraus für das gemeinsame Mittagessen verwenden.

Malawi Permakultur Schulgarten

Dieses Projekt nahm mit einem kleinen Schulgarten seinen Anfang, der zum Ziel hatte, dass die SchülerInnen in der Schule eine ausgewogene Mahlzeit erhalten und so besser lernen können. Heute ist der Garten mit Gemüse, Medizinalpflanzen und schädlingsabweisenden Pflanzen gleichzeitig Nahrungsquelle und Schulungsort.

Malawi Permakultur Schulgarten

Auf dem Schulgelände werden Schweine gehalten, deren Dung für die Herstellung von Kompost ein wichtiger Bestandteil ist. Diese Stallungen sind Teil der Demonstrationsfarm bei der Schule in Ng’ongo und werden hier gerade vom Landwirtschaftsministerium und Rektoren anderer Schulen besichtigt. Sie tauschen Wissen über die Schweinehaltung aus.

Malawi Permakultur Schulgarten Schweine

Die Mütter der Schulkinder kümmern sich auch um die Schweine und lernen so alles Wichtige für die eigene Schweinehaltung. Zurück in ihren Gemeinschaften setzen sie das Erlernte selbstständig  um. Dies ist nicht einfach, der Stall muss gut gebaut und unterhalten sein und die Schweine gepflegt werden. In Ng’ongo gab es schon mehrmals Nachwuchs!

Malawi Permakultur Schulgarten

Ellen Magawa war von Anfang an dabei und betont: „Dieses Projekt war von Anfang an unser Projekt. Wir wurden danach gefragt, was wir umsetzen wollten und wie wir das tun möchten. Es wurde uns eine Weiterbildung in Permakultur ermöglicht, sodass wir das nötige Wissen erlangen konnten. So wurde der Schulgarten zum Herzen des Projektgeschehens und alle Beteiligten erkannten, dass sie mit ihrem Einsatz ganz konkret etwas für ihre Familie und für die ganze Gemeinschaft bewirken können.“

Malawi Permakultur Schulgarten

Etwa 400 Kinder aus der Umgebung besuchen die Grundschule von Ng’ongo. Am Tag der offenen Tür herrscht Betrieb auf dem Areal: Alles soll gezeigt werden, die Schule und der Schulgarten genauso wie die Schweinestallungen.

Malawi Permakultur Schulgarten

Die Schule hatte lange Zeit keinen Brunnen und die Kinder mussten Wasser von weit herholen. Das Wasser mussten sie zum Trinken, Händewaschen und für die Pflanzen nutzen. 2018 hat EcoSolidar den Bau eines Schulbrunnens unterstützt, so dass die Wasserbeschaffung für die Schule und Gemeinde nun um einiges einfacher geworden ist. Gerade in der aktuellen Corona-Krise ist es sehr wichtig, dass genügend sauberes Wasser zum Trinken und für die Hygiene vorhanden ist.

Malawi Permakultur Schulgarten

Im Schulgarten wird Gemüse angepflanzt, um den Kindern täglich eine ausgewogene Mahlzeit zu ermöglichen. Dies soll Mangelernährung bekämpfen und Schulabsenz vorbeugen, denn hungrige Kinder kommen oft gar nicht zur Schule oder können sich kaum konzentrieren. Das Wissen über Techniken im Biolandbau steigert auch die Kenntnisse der Kinder und ihrer Mütter über gesunde Ernährung. Da die Frauen nun auch zu Hause solche Gärten haben, können sie ihre Familien besser ernähren und das gewonne Wissen untereinander austauschen.

Malawi Permakultur Schulgarten

Beim Besuch der Clubs der Lead- und FollowfarmerInnen, welche in den Dörfern rund um Ng’ongo ihre eigenen, biologischen Permakulturgärten bewirtschaften, wird man stets mit Tanz und Gesang empfangen. Auch Thomas Ngwira, unser Projektpartner und Geschäftsleiter bei ASUD, sowie der Projectofficer tanzen mit!

Malawi Permakultur Schulgarten

Die Mütter, die regelmässig im Schulgarten mitarbeiten und dort auch Kurse zu Biolandbautechniken und Permakultur besuchen, nehmen das neue Wissen mit nach Hause und geben es dort an andere Bäuerinnen weiter. Towera Chawula, Leadfarmerin, unterstützt in ihrer Dorfgemeinschaft eine Gruppe Bäuerinnen beim Aufbau eines eigenen Permakulturgartens. Sie unterstützt die anderen, hier Witness Ngwira, bei Fragen und Problemen in deren Gärten. 

Malawi Permakultur Schulgarten

In den Dörfern stellen die Familien nun auch ihren eigenen Biokompost her und haben damit gute Erfolge. Sie sind zudem weniger abhängig von Kunstdünger, der teuer ist und langfristig dem Boden schadet. Die Permakulturtechniken helfen ihnen auch dabei, Wasser zu sparen. Die verschiedenen Methoden sind für die Bauernfamilien ausschlaggebend für den guten Ertrag bei der Ernte und die Unabhängigkeit in der Nahrungssicherung.

Malawi Permakultur Schulgarten

Diese Frauen haben sich zu einem Club zusammengeschlossen, in dem die Leadfarmerinnen ihr erlerntes Wissen zu Ernährung, Schweinehaltung, Kompostherstellung und biologischem Anbau jeweils an die Followfarmerinnen weitergeben. Neben den zahlreichen Vorteilen für die Ernährungssituation und die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Familien sowie für die schulische Leistung der Kinder, bereitet das gemeinsame Lernen in den Gemeinschaften auch Freude!

Malawi Permakultur Schulgarten

Die beiden Followfarmerinnen mahlen in ihrem Familienweiler den selbstangebauten, biologischen Mais. Der weisse Mais wird nach der Mahlung zu N’sima, einer Art dickeren Polenta, verarbeitet. Diese wird jeweils mit einer Sosse verspiesen und bildet das wichtigste Grundnahrungsmittel der Familien.

Las «Pioneras» kämpfen für ein besseres Leben

Tausende Menschen aus allen Landesteilen Perus ziehen in der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Hauptstadt. Durch die massive Zuwanderung und den unkontrollierten Siedlungsbau ist rund um Lima in den letzten Jahrzehnten eine zweite Stadt entstanden.

Las “Pioneras“ kämpfen für ein besseres Leben

Tausende Menschen aus allen Landesteilen Perus ziehen in der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Hauptstadt. Durch die massive Zuwanderung und den unkontrollierten Siedlungsbau ist rund um Lima in den letzten Jahrzehnten eine zweite Stadt entstanden.

Unsere Partnerorganisation IDEMNNA (Instituto de Desarrollo „Maria Elena Moyano“) arbeitet in der Gemeinde Villa El Sol in Jicamarca. Die Lebensbedingungen sind äusserst prekär: Die Grundversorgung mit Wasser und Elektrizität fehlt. Gewalt, Alkohol, Drogen und der Landhandel verursachen massive Probleme. Die meisten Familien leben in bitterer Armut. IDEMNNA arbeitet hier mit Frauen und deren Kindern. Das Ziel ist, das Zusammenleben in den Familien zu verbessern, die Frauen in ihrer persönlichen Entwicklung und Selbstständigkeit zu fördern und die Solidarität zu stärken.

Die Reportage gibt einen Einblick, wie der Alltag der Pioneras vor Corona ausgegesehen hat. Seit dem Ausbruch der Pandemie sind alle ihre Herausforderungen noch gewachsen, und die Frauen und deren Familien benötigen besonderen Schutz.

Fotoreportage aus dem Projekt in Peru

Die Umgebung in Jicamarca ist karg und steinig, es gibt kaum Grün und die Gegend wirkt lebensfeindlich. Die Menschen bauen sich ihre kleinen Häuser an die Hügel und die meisten von ihnen sichern sich ihren Lebensunterhalt von Tag zu Tag mit Gelegenheitsarbeiten. Fliessendes Wasser gibt es nicht, die Menschen müssen Wasser bestellen und bei Lieferung bezahlen. In der aktuellen Corona-Krise haben die Bewohner und Bewohnerinnen dieser Umgebung also denkbar schwierige Voraussetzungen. IDEMNNA unterstützt sie deshalb momentan mit Informationen über Corona und Hygienemassnahmen.

Virginia Rivera Aquino ist unterwegs mit Tabita Lozano (rechts) und Carmen Velásquez (links). Diese beiden Frauen haben mit der Projektarbeit in Jicamarca, einem Aussenbezirk von Lima, vor zwei Jahren begonnen und dafür ihr eigenes Erspartes investiert. Sie sind zu je 50% angestellt und abwechselnd bei den Frauen vor Ort. Sie begleiten die Frauen sehr eng und setzen sich mit Herzblut für sie ein

Durch die Projektarbeit von IDEMNNA entstand eine Gruppe von Frauen, die sich regelmässig trifft und sich über Gewalt, Schwierigkeiten in der Kindererziehung und andere Probleme des alltäglichen Lebens austauscht. Die meisten haben Gewalt erfahren, sind früh von zu Hause weggezogen und haben viele Enttäuschungen erlebt. Sie haben selbst sehr früh Kinder bekommen, sind oft alleinerziehend und mit ihrer Lebenssituation überfordert. Die Treffen in der Gruppe sind für die Frauen ein wichtiger Halt: Sie tauschen Wissen und Überlebensstrategien aus und helfen sich gegenseitig bei Problemen. Über die Entwicklung von eigenen Geschäftsideen und mit Kleinkrediten als Starthilfe werden die Frauen gleichzeitig in ihrer finanziellen Eigenständigkeit unterstützt.

Der entstandene Zusammenhalt in der Gruppe bewirkt, dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen und realisieren, wie sie mit ihrem Handeln und ihren Ressourcen sich selbst und die anderen unterstützen können. Die Gruppe ist für sie eine Quelle der Stärke und des wachsenden Selbstvertrauens; so sehr, dass sie sich selbst den Namen „Las Pioneras“ gegeben haben.

Als Virginia vor zwei Jahren mit ihren vier Söhnen nach Jicamarca zog, hatte sie gar nichts. Sie nahm jede Arbeit an, die etwas Geld brachte. Schliesslich hat sie mit einem Plastikrecycling-Geschäft begonnen: Sie kauft Plastik ein und säubert ihn zu Hause. Sie trennt ihn von Bostich und Karton und verkauft ihn dann wieder weiter.

IDEMNNA unterstützt die Frauen bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Geschäftsideen und vergibt einen Startkredit. Die nötigen Anschaffungen werden mit den Frauen gemeinsam gemacht. Virginia kaufte mit ihrem Kredit einen grösseren Plastikvorrat und vergrösserte ihr Geschäft. Heute verdient sie gegen 300 USD monatlich und überlegt sich sogar, eine Frau bei sich anzustellen.

Die Geschäfte beginnen mit Ideen der Frauen. Diese diskutieren sie mit Tabita und Carmen und tauschen sich in der Gruppe darüber aus. Dort besprechen sie auch positive und negative Erfahrungen. Am Ende erstellen die Frauen einen Businessplan. Danach erhalten sie einen Kleinkredit, mit dem sie nötige Anschaffungen für die Umsetzung der Geschäftsidee machen.

Virginia ist ein Vorbild für die anderen, auch wegen ihres erfolgreichen Geschäftsmodells. In kleinen Gruppen treffen sich die Frauen regelmässig und tauschen sich aus über Arbeit und soziale Beziehungen. Ein zentrales Thema dabei ist die Gewalt, die viele von ihnen erleben. In der Gruppe unterstützen sie sich gegenseitig und lernen, diese nicht einfach zu akzeptieren und mit ihren Kindern einen gewaltfreien Umgang zu leben.

Virginia wohnt mit drei ihrer Söhne zusammen. Die älteren beiden arbeiten in einer Fabrik und tragen zum Lebensunterhalt bei. Der jüngste Sohn geht noch zur Schule und hilft nach der Schule bei der Plastiktrennung. Virginia hat in ihrem Leben viel Ausbeutung erlebt und ist sehr stolz, dass sie jetzt ihr eigenes Geschäft hat und selbstsicherer und weniger abhängig von anderen geworden ist.

Eulalia wohnt mit ihren drei Söhnen und ihrem Mann zusammen. Das Zusammenleben ist äusserst schwierig und oft unerträglich. In der Frauengruppe findet Eulalia Halt und Rat, um mit der Situation umzugehen. Die Situation ist schon etwas besser geworden und Eulalia schöpft Hoffnung.

Eulalia hat ihren Kleinkredit in Nähmaschinen, Stoff und Faden gesteckt, um ihr Nähgeschäft auszubauen. Sie macht Reparaturen an Kleidern für Kunden und Kundinnen. Ihr Ziel ist es, vermehrt ganze Kleider herzustellen, auf Bestellung und später auch frei für den Markt.

Eulalia hat an der Aussenwand ihres Hauses einen kleinen Garten, in dem sie Tomaten, Kräuter und Salat anpflanzt. Das ist nicht einfach, denn Wasser ist in Jicamarca ein rares Gut, es muss bestellt werden und wird dann gegen Bezahlung in Wassertanks gefüllt. Dieses Wasser muss für alles reichen, zum Trinken, Kochen, Waschen und auch für den Garten.

Tabita und Carmen besuchen die Frauen regelmässig bei sich zu Hause und nehmen sich Zeit für ganz persönliche Gespräche. Die meisten Frauen sind alleinerziehend und ihr Alltag ist stark geprägt durch ihre Kinder und Schwierigkeiten in der Erziehung. Deshalb bezieht IDEMNNA auch die Kinder selbst in die Arbeit mit den Frauen mit ein.

Herlinda raspelt Eis, das sie dann mit Fruchtsirup vermischt und auf der Strasse verkauft. Mit dem Geschäftskredit von IDEMNNA hat sie sich eine Maschine zum Zerkleinern von Eis gekauft. Zusätzlich verkauft sie Honig und Algarrobina (Johannisbrot), die sie von ihrer Familie im Norden Perus bekommt.

Die Frauen treffen sich mit den Kindern bei Herlinda und geniessen das Fruchteis, das sie gemacht hat. Momentan treffen sie sich bei verschiedenen Frauen zu Hause. IDEMNNA hat vor kurzem ein Stück Land zur Miete gefunden. Hier wird nun mit einfachen Mitteln ein kleines Lokal aufgebaut und als Treffpunkt für die Frauengruppe eingerichtet.

Erlinda hat vier Söhne, von denen zwei langsam in die Pubertät kommen. Sie ist alleinerziehend und mit der Situation oft überfordert. In der Frauengruppe schöpft sie Kraft und Mut und kann sich über ihre Sorgen austauschen. Gleichzeitig erleben die Frauen gemeinsam auch schöne und lustige Momente und wissen um die Unterstützung der anderen.

Der Einbezug der Kinder ins Projekt ist ganz zentral. Tabita und Carmen haben langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern in Not. Aus Erfahrung wissen sie, dass die Mütter dabei ganz entscheidend sind. Über die Mütter kann das Zusammenleben in den Familien und die Beziehung zu den Kindern beeinflusst werden.

Indigene Jugendliche zwischen Amazonas und Stadt

Immer mehr Jugendliche aus indigenen Dorfgemeinschaften im peruanischen Amazonasgebiet ziehen für eine Ausbildung nach Puerto Maldonado. In der Stadt angekommen, stehen viele vor existenziellen Problemen.

Fenamed – Jugendliche aus indigenen Dorfgemeinschaften

Indigene Jugendliche zwischen Amazonas und Stadt

Immer mehr Jugendliche aus indigenen Dorfgemeinschaften im peruanischen Amazonasgebiet ziehen für eine Ausbildung nach Puerto Maldonado. In der Stadt angekommen, stehen viele vor existenziellen Problemen.

Unsere Partnerorganisation FENAMAD (Federación Nativa del Río de Madre de Dios y afluentes) unterstützt die Jugendlichen in ihrem Lebensalltag so, dass sie ihr Studium abschliessen können. Das Wohnhaus «Casa Miraflores», bietet den Studierenden einen geschützten Raum, wo sie wohnen und lernen können. Eine psychologische Fachperson betreut die Jugendlichen individuell, um sie in ihrem Selbstbewusstsein und bei der Entwicklung ihrer Zukunftspläne zu unterstützen.

Fotoreportage aus dem Projekt in Peru

Bessere Zukunft durch Ausbildung

Maribel Meshi Shanocua kommt aus der indigenen Gemeinschaft der Ese Eja. Sie ist 26 Jahre alt und hat eine fünfjährige Tochter, die bei den Grosseltern lebt. Sie möchte ihrer Tochter eine bessere Zukunft ermöglichen und studiert deshalb in Puerto Maldonado Krankenpflege. In der Casa Miraflores hat sie eine sichere Unterkunft während ihrem Studium gefunden.

Indigene Kinder benachteiligt vom BIldungssystem

Maribel macht sich auf den Weg von der Casa Miraflores zu ihrer Schule. Im Bildungssystem in Peru sind indigene Kinder und Jugendliche von Anfang an benachteiligt. An den öffentlichen Schulen dominiert die spanische Sprache und die Qualität der Schulen hängt direkt von der wirtschaftlichen Situation der Eltern ab, die in der indigenen Bevölkerung besonders schwach ist. Für eine gute Schulbildung müssen sie ihre Gemeinden verlassen.

Maribel macht eine Ausbildung in der Krankenpflege, um später eine Stelle im Gesundheitsbereich zu finden.

Peru Studentenunterkunft

Mit anderen indigenen Jugendlichen wohnt sie zusammen in der Studentenunterkunft Casa Miraflores. Die Haushaltsarbeiten erledigen die Studenten und Studentinnen gemeinsam. In der Küche kochen sie zusammen, putzen und tauschen sich über den Tag aus.

Leben indignere Familien

Zuhause im Dorf: Maribels Vater ist Fischer und sammelt Kastanien, ihre Mutter übt ein Kunsthandwerk aus und verkauft ihre Erzeugnisse in der Stadt. Die beiden haben noch sechs weitere Kinder. Sie freuen sich sehr, wenn Maribel zu Besuch kommt und von ihrem Leben in der Stadt erzählt.

Asubildung Lehrperson für interkulturelle Bildung

Segundo Rogelio Zumaeta Saavedra kommt aus der indigenen Gemeinschaft Yine. Weil es in seiner Gemeinschaft kaum zweisprachige Lehrer gibt, hat er sich zu einer Ausbildung als Lehrperson für interkulturelle Bildung entschieden

Indigene Dorfgemeinschaft – Kleinbäuerin

Segundo Rogelio mit seiner Mutter. Er ist 24 Jahre alt und der Jüngste von 10 Kindern. Seine Mutter ist Kleinbäuerin, seinen Vater hat er früh verloren.

Indigene Jugendliche – Peru

Der Unterschied zwischen dem Leben in der Stadt und im Dorf ist gross. In den Gesprächen mit den indigenen Jugendlichen wird deutlich, wie schwierig es für sie ist, ihre Familie und die Gemeinschaft zu verlassen und wie sehr ihnen das Leben im Dorf fehlt. Segundo Rogelio hilft beim Besuch zu Hause bei der Zubereitung des traditionellen Maisgetränks „Masato“.

Hochschule in Puerto Maldonado

Segundo Rogelio jobt in einem Restaurant in der Stadt, um Geld für sein Studium zu verdienen.Viele Eltern schicken ihre Kinder wenn irgendwie möglich auf eine Hochschule nach Puerto Maldonado. Oft können sie sich aber die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in der Stadt kaum leisten.

Internetzugang im Amazonasgebiet

Segundo Rogelio sucht Netzempfang. Seine Dorfgemeinschaft liegt weit entfernt von der Stadt im Amazonasgebiet.

Indigene Jugendliche Studienweg

Der Weg von der Stadt nach Hause ist weit und muss mit dem Boot zurückgelegt werden. Katya Mallea (vorne rechts), die sich in Puerto Maldonado um die Jugendlichen kümmert, begleitet sie auch immer wieder auf den Besuchen in ihre Heimatdörfer.

Peru – Indigene Jugendliche Ausbildung in der Stadt

Der Spagat, den die Jugendlichen für ein Studium in der Stadt schaffen müssen, ist gross. Es ist nicht leicht für sie, in der Stadt einen neuen Halt zu finden. Gleichzeitig wissen sie, dass es für ihre Familien und die ganze Gemeinschaft existenziell ist, dass ihnen dieser Schritt gelingt. Es lastet also ein grosser Druck auf den jungen Menschen.

Fenamad – psychologische Unterstützung

Katya Mallea von FENAMAD kümmert sich als Psychologin in der Casa Miraflores um die Jugendlichen. Sie unterstützt sie bei schulischen Fragen und dabei, sich in der Stadt zurechtzufinden ohne ihre kulturelle Identität zu verlieren.

Gruppenworkshops zur Förderung der Sozialkompetenz

Als Psychologin betreut Katya Mallea die Jugendlichen individuell, um sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und organisiert Gruppen-Workshops zur Förderung der Sozialkompetenz und der Persönlichkeitsentwicklung. Auch das Zusammenleben der Studierenden als Gemeinschaft steht im Zentrum.

Casa Miraflores – Wohnheim für Jugendliche

Die Casa Miraflores wurde 2017 durch Unterstützung von EcoSolidar renoviert. Küche und Schlafzimmer wurden erneuert und ein Zaun ums Gelände errichtet, denn das Haus befindet sich in einer eher gefährlichen Gegend von Puerto Maldonado. Die Jugendlichen bewegen sich vorsichtig und sind froh, dass das Wohnheim aus Sicherheitsgründen neue Türen und Schlösser erhalten hat.

Miraflores – Wohnheim für Studenten Peru

Die Haushaltsarbeiten erledigen die Studenten und Studentinnen gemeinsam. Sie kochen, putzen und pflegen den Garten rund ums Haus, wo sie Gemüse und Blumen anpflanzen.

Eine bessere Zukunft dank Berufslehren

Unsere Partnerorganisation BSDA (Buddhism for Social Development Action) unterstützt in der Region um Kampong Cham Jugendliche aus sehr armen Familien dabei, eine Ausbildung zu absolvieren, damit sie sich eine bessere Zukunft aufbauen können.

BSDA – Partnerprojekt in Kambodscha

Eine bessere Zukunft dank Berufslehren

Unsere Partnerorganisation BSDA (Buddhism for Social Development Action) unterstützt in der Region um Kampong Cham Jugendliche aus sehr armen Familien dabei, eine Ausbildung zu absolvieren, damit sie sich eine bessere Zukunft aufbauen können. Bei BSDA machen die Jugendlichen eine 18-monatige Ausbildung. Im ersten halben Jahr holen sie den verpassten Schulstoff nach und während eines weiteren Jahres absolvieren sie eine Berufslehre in den Bereichen Mechanik, Elektronik, Hotellerie, Gastronomie oder Schönheitspflege.

Fotoreportage aus dem Projekt in Kambodscha

Va Valong ist 16 Jahre alt und lebt in einem Dorf mit seinen Eltern und drei jüngeren Geschwistern. Seine Familie ist sehr arm, der Vater arbeitet als Tagelöhner auf dem Bau und verdient kaum genug, um die Familie zu ernähren. Va Valong hatte die Schule abgebrochen, um zu Hause zu helfen.

Seit 5 Monaten macht er nun bei BSDA eine Ausbildung als Mechaniker. Seine Mutter hat ihn dazu ermutigt, diese Ausbildung zu machen. Sie sagt: „Natürlich fehlt er als Arbeitskraft zu Hause, aber ich wünsche mir eine bessere Zukunft für ihn. Sein Leben soll weniger schwierig sein als meines.“

Während der Ausbildung lebt Va Valong mit anderen Jugendlichen zusammen im „Smile Institute“. Sie kochen und essen gemeinsam und verbringen hier ihre Freizeit. Die jungen Leute können Neues über die Welt lernen, lachen und die Sorgen von zu Hause für eine Weile vergessen.

Va Valong absolviert seine Lehre in der «Metta Garage», einem Sozialunternehmen von BSDA. Hier kann er praktische Erfahrung sammeln und sein gelerntes Wissen umgehend anwenden. Die Ausbildung gefällt ihm, der Lehrer sei freundlich und erkläre gut.

Immer wieder gibt es Theoriestunden mit dem Lehrer, Chhit Mengly. Seine Aufgabe ist nicht einfach. Im Unterricht muss er die unterschiedlichen Lernniveaus der Jugendlichen berücksichtigen sowie ihre teils schwierigen persönlichen Hintergründe. Das nimmt Zeit in Anspruch und erfordert Geduld.

Chhorn Sokheang ist 16 Jahre alt und lebt seit elf Monaten im «Smile Institute». Im ersten halben Jahr hat sie Schulstoff nachgeholt. Sie liest gerne. Mit einer Zimmergenossin bespricht sie die Hausaufgaben.

Bei Chhorn Sokheang zuhause: Sie ist die zweitälteste von fünf Kindern. Da die Eltern kein Geld für ihre Schulgebühren hatten, musste sie die Schule abbrechen. Obwohl sie zuhause als Hilfe fehlt, sind die Eltern froh, dass sie im «Smile Institute» leben kann und dass gut für sie gesorgt wird.

Ihre Ausbildung in der Schönheitspflege gefällt ihr gut. Die Besitzerin hat sehr Gefallen an ihr gefunden. Chhorn Sokheang arbeite proaktiv und sei hilfsbereit. Deshalb hat sie ihr schon nach einem Monat eine feste Anstellung nach der Ausbildung in Aussicht gestellt.

Kim Tharoath ist 15 Jahre alt und lebt seit acht Monaten im «Smile Institut». Sie teilt sich einen Schlafsaal mit zehn anderen Mädchen. Hier lernt sie mit ihren Freundinnen das ABC. Sie helfen sich gegenseitig beim Lernen.

Kim Tharoath hat sich für eine Ausbildung in Gastronomie entschieden. Im «Smile Institute» ist sie dem Küchendienst zugeteilt und kocht für ihre MitbewohnerInnen.

Ihre praktische Ausbildung absolviert sie im „Smile Restaurant“, einem Sozialunternehmen von BSDA. Das «Smile Restaurant» dient als ein Ausbildungsbetrieb für angehende Köche und Köchinnen sowie Service-Mitarbeitende. Hier kann Kim Tharoath praktische Berufserfahrung in Kochen und im Service sammeln.

Auch Sreykeo Chron hat ihre Ausbildung bei BSDA in Gastronomie gemacht und arbeitet seit der Eröffnung des «Hanchey Bamboo Resort» im Oktober 2018 im Restaurant dieses ökologischen Zentrums. Mittlerweile ist sie Teamleiterin und hat die Verantwortung für das Service Team. Sie bildet Jugendliche aus, die für ihre Ausbildung bei BSDA im Retraitenzentrum Praxiserfahrung sammeln. Ihr Traum ist es, später einmal ein eigenes Restaurant zu eröffnen.

Das „Hanchey Bamboo Resort“ ist ein weiteres Sozialunternehmen von BSDA. Das ökologische Retraitenzentrum für Gäste aus dem In- und Ausland dient als Ausbildungsort, wo Jugendliche eine Berufslehre in Gastronomie und Hotellerie absolvieren können.

Der Bau des Zentrums erfolgte ökologisch und sozial nachhaltig. Arbeiter und Arbeiterinnen aus den umliegenden Dörfern bauten die Bungalowanlage aus Bambus und lokaler Erde und erhielten eine Ausbildung in dieser Bauweise.

Die Einnahmen aus dem Sozialunternehmen „Hanchey Bamboo Resort“ finanzieren die Bildungsprogramme von BSDA mit.

Auch Vin Dina kommt aus einer armen Familie und hatte die Schule abgebrochen, um Geld zu verdienen. Ihr Vater erfuhr von BSDA und vor drei Jahren absolvierte sie eine Kochlehre: „Ich habe kochen gelernt, aber auch viel über das Zusammenleben mit anderen. Und ich habe gemerkt, dass die Welt grösser ist, als ich gedacht hatte.“

Nach der Ausbildung sammelte sie in verschiedenen Hotels weitere Erfahrung. Heute ist sie stolze Besitzerin einer kleinen Gaststube: „Ich bin sehr zufrieden, ich habe zwar viel Arbeit, aber ich bin meine eigene Chefin. Und ich bin stolz, wenn meine Kunden zufrieden sind.“

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

SIEDS setzt sich in der Region um Bangalore für eine gewaltfreie Gesellschaft und für die Stärkung von Frauen ein. Das Kollektiv bietet Beratungen für gewaltbetroffene Frauen an, bei denen auch die Ehemänner und die Familien einbezogen werden. SIEDS führt Workshops mit Frauen zum Thema Gewalt durch. Die Frauen werden gestärkt und dazu befähigt, die verschiedenen Formen der Gewalt zu Hause und in der Gesellschaft zurückzuweisen.

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen – Projekt Sieds in Indien

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

SIEDS setzt sich in der Region um Bangalore für eine gewaltfreie Gesellschaft und für die Stärkung von Frauen ein. Das Kollektiv bietet Beratungen für gewaltbetroffene Frauen an, bei denen auch die Ehemänner und die Familien einbezogen werden. SIEDS führt Workshops mit Frauen zum Thema Gewalt durch. Die Frauen werden gestärkt und dazu befähigt, die verschiedenen Formen der Gewalt zu Hause und in der Gesellschaft zurückzuweisen. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas wird bei diesen Anlässen auch gelacht. SIEDS bringt die Bevölkerung, verschiedene soziale Organisationen und die Behörden zusammen und bezieht sie in die Diskussion über Gewalt und Gleichberechtigung mit ein. So soll die Veränderung hin zu einer Gleichberechtigung der Frauen auf gesellschaftlicher, behördlicher und juristischer Ebene vorangetrieben werden.

Fotoreportage aus dem Projekt in Indien

Im Büro von SIEDS herrscht immer viel Betrieb. Die Frauen und Männer, die hier arbeiten, sind sehr beschäftigt und setzen sich mit viel Energie und riesigem Engagement für die gewaltbetroffenen Frauen in Bangalore ein. Sie arbeiten mit betroffenen Frauen und ihren Familien, mit Anwälten und den Behörden zusammen.

Shanta Bai ist eine der Frauen, die schon lange bei SIEDS arbeiten, sehr viel Erfahrung und ein grosses Netzwerk in ihren Gemeinden haben. Dank ihrem unermüdlichen Einsatz konnte SIEDS schon vieles erreichen.

Shanta gibt Workshops, spricht vor Schulklassen und Studierenden, berät gewaltbetroffene Frauen und macht Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist oft unterwegs und im Gespräch mit allen Beteiligten.

Rekha kam vor drei Jahren mit SIEDS in Kontakt, als sie selbst in einer Beziehung voller Gewalt und unter unmenschlichen Bedingungen lebte.

Seitdem hat sich viel verändert: Sie hat ihren gewalttätigen Ehemann verlassen und gibt heute als Beraterin bei SIEDS ihre Erfahrungen an Frauen in ähnlichen Situationen weiter.

Auch Mamatha Yajamman schöpft die Motivation für ihr Engagement aus einer persönlichen Erfahrung mit häuslicher Gewalt. Seit 1996 setzt sie sich bei SIEDS für die Rechte von Frauen ein.

In ihrer täglichen Arbeit betreut Mamatha einzelne Frauen, die Gewalt erleben. Sie macht nebenbei Öffentlichkeitarbeit, Sensibilisierungskampagnen und spricht öffentlich über ihre Arbeit.

An Universitäten und Schulen diskutieren junge Frauen und Männer zusammen mit SIEDS über Menschenhandel und die durch Armut hervorgerufene Gewalt unter jungen Menschen. Unter dem Einfluss jüngerer Teammitglieder von SIEDS wurden diese Themen neu aufgegriffen.

Es ist nicht selbstverständlich, dass sich junge Frauen so dezidiert äussern können und die Männer ihnen zuhören. An vielen Schulen sprechen Jungen und Mädchen gar nicht miteinander, und es dauert eine Weile, bis sie sich daran gewöhnen.

SIEDS bezieht, wann immer möglich, Behörden wie die Polizei in ihre Arbeit mit ein. Die Polizisten müssen sich an solchen Anlässen auch dem Vorwurf stellen, dass die Polizei oft ungenügend auf Hilferufe von Frauen reagiert. Bei einer öffentlichen Teilnahme an einem Anlass zum Thema Gewalt an Frauen sind sie gezwungen, Position zu beziehen.

Sehr wichtig für die Arbeit von SIEDS ist die Präsenz in der Öffentlichkeit. Wenn, wie hier, die Presse Interesse zeigt, wird die Thematik gehört und die Arbeit von SIEDS von vielen Menschen gesehen und wahrgenommen. Eine öffentliche Stellungnahme der Polizei vor der Presse erhöht den Druck auf die staatlichen Behörden, klar Position zu beziehen und Massnahmen zu ergreifen.