Gegen Gewalt an Frauen

SIEDS (Society for Informal Education an Development Studies) arbeitet in Bangalore, Indien, zum Thema Gewalt an Frauen. Ein Teil der Arbeit besteht aus Beratung und rechtlicher Begleitung von einzelnen Fällen. Dabei werden auch die Männer und Familien in die Meditationsprozesse mit einbezogen. Gleichzeitig betreibt SIEDS Aufklärungs- und Informationskampagnen in der Bevölkerung und bei den Behörden. Neu stehen die Selbstorganisation von Frauen in Gruppen und die Gemeindearbeit mit Frauen, Männern und Kindern vermehrt im Zentrum. Um die Zukunft der Organisation zu sichern, hat SIEDS vor einigen Jahren begonnen, bewusst junge Mitarbeiterinnen anzustellen. Das Miteinander der beiden Generationen funktioniert sehr gut. Die neuen Mitarbeiterinnen übernehmen tatsächliche Verantwortung und Zuständigkeiten.

Die Arbeit findet in drei Quartieren statt, in einem unterstützt durch eine indische Stiftung. EcoSolidar ist seit 25 Jahren ein wichtiger Partner für SIEDS, weil wir neben der Genderarbeit auch bewusst die Organisation und deren Weiterentwicklung unterstützen.

Generationenwechsel
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Gegen Gewalt an Frauen

SIEDS (Society for Informal Education an Development Studies) arbeitet in Bangalore, Indien, zum Thema Gewalt an Frauen. Ein Teil der Arbeit besteht aus Beratung und rechtlicher Begleitung von einzelnen Fällen. Dabei werden auch die Männer und Familien in die Meditationsprozesse mit einbezogen. Gleichzeitig betreibt SIEDS Aufklärungs- und Informationskampagnen in der Bevölkerung und bei den Behörden. Neu stehen die Selbstorganisation von Frauen in Gruppen und die Gemeindearbeit mit Frauen, Männern und Kindern vermehrt im Zentrum. Um die Zukunft der Organisation zu sichern, hat SIEDS vor einigen Jahren begonnen, bewusst junge Mitarbeitende anzustellen. Das Miteinander der beiden Generationen funktioniert sehr gut. Die neuen Mitarbeitenden übernehmen tatsächliche Verantwortung und Zuständigkeiten.

Die Arbeit findet in drei Quartieren statt, in einem unterstützt durch eine indische Stiftung. EcoSolidar ist seit 25 Jahren ein wichtiger Partner für SIEDS, weil wir neben der Genderarbeit auch bewusst die Organisation und deren Weiterentwicklung unterstützen. 

Fotoreportage aus dem Projekt in Indien

Frauengruppe in Anekal, Indien

In Anekal ist mit SIEDS eine Frauengruppe entstanden, in der sich Frauen regelmässig treffen und austauschen. Sie erzählen sich ihre Geschichten, lernen voneinander und stärken sich gegenseitig. An einem grösseren Treffen kommen sehr viele Frauen und Kinder zusammen, es wird auch gemeinsam gesungen und gegessen. 

Frau erzählt persönliche Lebensgeschichte

Einzelne Frauen erzählen ihre Geschichten, einzelne erzählen von sehr schwierigen Gewalterfahrungen, andere erzählen davon, wie sie aus dem Leben in Gewalt herausgefunden haben. 

Taxifahrerin erzählt von ihren Erfahrungen als Frau in Indien

Hier erzählt eine Taxifahrerin von ihren Erfahrungen und den Herausforderungen als Frau in diesem Beruf. 

Beratungsgespräche für Frauen in Kolar, Indien

In Kolar bietet SIEDS unter anderem Beratungen an, bei denen Frauen ihre Anliegen besprechen und konkrete Hilfe sowie rechtliche Beratung in Anspruch nehmen können. Ein aktuelles Thema ist die Ausbeutung von Frauen in Tankstellenjobs. Alleinstehende Frauen werden schlecht bezahlt und so abhängig gemacht, dass sie sich beim Besitzer verschulden. SIEDS unterstützt die betroffenen Frauen dabei, sich bei der Polizei dagegen zur Wehr zu setzen.

Bibliothek mit Büchern Thema Frauenrechte

Kolar ist die älteste Gemeinde in der Arbeit von SIEDS. Das Zentrum besitzt eine Bibliothek, auf die SIEDS sehr stolz ist. Es sind Bücher zum Thema Frauenrechte und der Arbeit, die SIEDS macht. Diese Bücher nutzt SIEDS auch zur Information und Wissensvermittlung in der Bevölkerung. 

Aufklärung

In Bagalur führt SIEDS neu mit der Unterstützung von jungen SozialarbeiterInnen ein Zentrum, das die Funktion eines Quartierzentrums hat. Dabei geht es um die Stärkung der Frauen in allen Lebensbereichen, im Zentrum steht die Unterstützung beim Zugang zu Wissen und den Menschen zustehenden Rechten. Hier nehmen Frauen an einer Schulung zum Thema Hygiene, Menstruation und Verhütung teil.

Kurs Computerkenntnisse

Frauen können Computerkenntnisse erwerben, sich individuell bei verschiedenen Problemen oder Anliegen beraten lassen und erhalten Unterstützung bei Behördengängen, wenn sie diese möchten.

Informationen erhalten

Begleitend ist immer die Aufklärung und Wissensvermittlung zum Thema häusliche und öffentliche Gewalt an Frauen vorhanden. Die Frauen sollen Informationen erhalten können darüber, was sie im Falle von Gewalt tun und an wen sie sich wenden können. 

Quartierzentrum

Frauen kommen hierher, um sich zu treffen und einfach mal in einem geschützten Rahmen eine Pause zu machen. Frauen werden im Quartierzentrum in allen Lebensbereichen abgeholt und unterstützt.

Kinderbetreuung

Die Arbeit mit den Kindern ist ein aktiver Teil der Gemeindearbeit am Zentrum in Bagalur. Sie werden als Gruppe betreut und können ihre Freizeit mit Spielen, Malen und Tanzen verbringen oder ihre Hausaufgaben machen und für die Schule lernen. 

Kinder

Die Kinder können auch eigenständig in das Zentrum kommen ohne Begleitung ihrer Mütter oder Väter. Somit ist die ganze Lebenswelt der Quartiersbevölkerung im Zentrum Thema und es ist für alle offen.

Männer im Quartierzentrum

In diesem Zentrum findet die Arbeit auch explizit mit den Männern statt. In der Idee der aufsuchenden Sozialarbeit werden sie an verschiedenen Orten im Quartier aufgesucht und ins Zentrum eingeladen. Dort können sie Spiele spielen, sich unterhalten und austauschen. Sie bekommen mit, was die Frauen machen und es entstehen keine Befürchtungen, die Frauen könnten sich gegen sie stellen. Die Männer sind auch Teil des Zentrums und können sich selbst über verschiedene Themen informieren.

Erfolgsgeschichte

Kavitha hat vor 6 Jahren in einer schlimmen Ehe Gewalt erlebt. Sie kam dann zu SIEDS und hat sich in den vergangenen Jahren aus ihrer Situation befreit. Heute lebt sie in ihrer eigenen Wohnung und hat einen riesigen Wandel in ihrem Leben geschafft. SIEDS und die Frauengruppe hat sie begleitet und ihr Mut gegeben.

Mut und Kraft für Frauen

Gemeinsam mit Rheka (links), die eine ähnliche Geschichte hinter sich hat, ist Kavitha ein Aushängeschild für SIEDS. Ihre Geschichte gibt anderen Frauen Mut und Kraft. Bei unserem diesjährigen Besuch waren die beiden Frauen dabei, sich eigene Häuser zu bauen. Diese Erfolgsgeschichten sind möglich, weil SIEDS beharrlich und langfristig für und mit den betroffenen Frauen für ihre Rechte kämpft.

Rückblick – Besuch in der Schweiz

Im Juni waren vier Projektpartnerinnen zu Besuch in der Schweiz! Wir machten mit ihnen eine Weiterbildungs- und Vernetzungswoche. Gemeinsam reisten wir an verschiedene Orte mit dem Ziel, ihnen unterschiedliche Aspekte der Schweiz zu zeigen. Wir besichtigten Sehenswürdigkeiten, nahmen an Austauschtreffen teil und erfreuten uns an der Natur. Zum Abschluss der Woche organisierten wir im Crescenda in Basel ein World-Café mit dem Titel «Wir bewegen Gemeinschaften». SpenderInnen und Interessierte hatten die Möglichkeit, aus erster Hand Hintergrundinformationen zu den Projekten zu erfahren und die Projektleiterinnen persönlich kennenzulernen. Die Woche war in vielerlei Hinsicht eine grosse Bereicherung für unsere Partnerinnen, für die Institutionen, die wir besuchten, für unsere SpenderInnen, für uns und für alle, die in irgendeiner Form an dieser Woche beteiligt waren. Wir möchten ein paar Eindrücke aus dieser Woche mit Ihnen teilen. Unsere Projektpartnerin María Jesús Centeno Tercero (2. v. l.) sagt rückblickend: «Die soliden Fundamente einer Gesellschaft sind nicht auf Beton gebaut, sondern auf Menschlichkeit, das heißt es sind die Menschen, die die Fundamente unserer Welt stützen. Von der Reise in die Schweiz bin ich mit der Überzeugung zurückgekommen, dass man an Träume glauben muss und dass viele kleine Träume zusammen auch die Welt verändern können.»
Photos Christian Jaeggi & EcoSolidar

Rückblick – Besuch in der Schweiz

Im Juni waren vier Projektpartnerinnen zu Besuch in der Schweiz! Wir machten mit ihnen eine Weiterbildungs- und Vernetzungswoche. Gemeinsam reisten wir an verschiedene Orte mit dem Ziel, ihnen unterschiedliche Aspekte der Schweiz zu zeigen. Wir besichtigten Sehenswürdigkeiten, nahmen an Austauschtreffen teil und erfreuten uns an der Natur. Zum Abschluss der Woche organisierten wir im Crescenda in Basel ein World-Café mit dem Titel «Wir bewegen Gemeinschaften». SpenderInnen und Interessierte hatten die Möglichkeit, aus erster Hand Hintergrundinformationen zu den Projekten zu erfahren und die Projektleiterinnen persönlich kennenzulernen. Die Woche war in vielerlei Hinsicht eine grosse Bereicherung für alle Beteiligten. Wir möchten ein paar Eindrücke aus dieser Woche mit Ihnen teilen. Unsere Projektpartnerin María Jesús Centeno Tercero (2. v. l.) sagt rückblickend: «Die soliden Fundamente einer Gesellschaft sind nicht auf Beton gebaut, sondern auf Menschlichkeit, das heißt, es sind die Menschen, die die Fundamente unserer Welt stützen. Von der Reise in die Schweiz bin ich mit der Überzeugung zurückgekommen, dass man an Träume glauben muss und dass viele kleine Träume zusammen auch die Welt verändern können.» 
Photos Christian Jaeggi & EcoSolidar

Die Woche begann mit einem sozialen Stadtrundgang von Surprise durch Basel. Lilian Senn erzählte uns von ihrem früheren Leben «auf der Gass» und gab uns einen Einblick in eine Seite der Schweiz, die unseren Partnerinnen so nicht bewusst war. 
Sie waren beeindruckt von Lilian Senns Willenskraft, trotz der belastenden Umstände nie aufzugeben, und konnten daraus Kraft und Motivation für ihre eigene Arbeit schöpfen.  

In diesen wenigen Stunden entstand, trotz der Sprachbarriere, eine Verbindung zwischen unseren Partnerinnen und Lilian Senn. Vielen Dank, Lilian, dass du deine beeindruckende Geschichte mit uns geteilt hast! Wir wünschen Dir alles Gute.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Moléson-sur-Gruyères und machten eine kurze Wanderung zur Käserei «La Maison du Gruyère». 

Die vielen verschiedenen Blumen auf den Wiesen lösten grosse Begeisterung aus.

Für den kleinen Hunger machten wir ein Picknick. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir etwa die Hälfte unserer Wanderung hinter uns. 

In Gruyère angekommen, besuchten wir die «Maison du Gruyère». Der Gruyère-Käse hat allen sehr gut geschmeckt! 

Am dritten Tag der Vernetzungs- und Weiterbildungswoche gingen wir zum Aussichtspunkt Moosfluh, um uns den grössten Gletscher der Alpen anzusehen – den Aletschgletscher. Das war zweifach beeindruckend: Zum einen wegen des fantastischen Panoramas, zum anderen, weil der sichtbare Gletscherschwund die dramatischen Folgen des Klimawandels sehr deutlich vor Augen führte. 
Am späteren Nachmittag fuhren wir mit dem Autoverlad durch den Lötschbergtunnel nach Riggisberg zum Muribodenhof. Dort wurden wir mit einem leckeren Abendessen empfangen. Nach dem Abendessen zeigte uns die Bäuerin unseren Schlafplatz…

Als sie uns in die Scheune führte und auf den Strohhaufen zeigte, dachten unsere Partnerinnen, sie mache einen Scherz. Doch schnell wurde ihnen klar, dass wir die bevorstehende Nacht tatsächlich im Stroh verbringen würden. Also griffen sie zur Mistgabel und richteten ihr Bett ein! Es war eine lustige und sehr schöne Erfahrung für uns alle.

Am nächsten Morgen gab es eine Führung durch den Bauernhof. Der Bauer Christian führte uns über seinen Betrieb, den er zusammen mit seiner Partnerin Anna bewirtschaftet. Sie bauen Flachs, Dinkel, Roggen und andere Getreidesorten an und wenden dabei alternative und nachhaltige Anbaumethoden an. Obwohl es sich bei keinem der Projekte unserer vier Partnerinnen um ein ausschliesslich landwirtschaftliches Projekt handelt, konnten sie eine Menge neues Wissen für ihre Arbeit mitnehmen. In fast allen Projekten sind Gartenaktivitäten Teil des Konzepts, entweder zu kreativen Zwecken oder zur teilweisen Selbstversorgung. Die Führung war sehr spannend – Danke, Christian und Anna, für Eure Gastfreundschaft und Herzlichkeit! 

Am Nachmittag fuhren wir nach Bern und trafen das Team vom Fachbereich Mädchen*arbeit des Trägervereins für die offene Jugendarbeit der Stadt Bern – kurz toj. Dieser Austausch war für unsere Partnerinnen von grosser Bedeutung. Alle vier Partnerinnen arbeiten in ihren Projekten mit Kindern & Jugendlichen und/oder Frauen. Entsprechend gab es viele Überschneidungen in den Arbeitsbereichen. Beide Seiten konnten durch den Austausch neue Ideen für ihre Arbeit gewinnen und es entstand auch hier eine tiefe Verbundenheit. Katya Mallea fasst rückblickend zusammen: «Diese Reise hat mich gestärkt und mit Hoffnung erfüllt. Es ist schön zu wissen, dass Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen das gleiche Ziel haben, nämlich gemeinsam für das Gemeinwohl zu arbeiten.» Vielen Dank auch an das Team von toj!

Nach einem Abendessen zusammen mit dem Vorstand von EcoSolidar in Zürich und verschiedenen Treffen und Gesprächen am nächsten Tag mit Stiftungen, welche die verschiedenen Projekte unterstützen, ging es am Nachmittag wieder zurück nach Basel. Dort erhielten wir eine ganz besondere Führung durch das Theater Basel: Lukas Abderhalden führte uns durch Ateliers und Werkstätten, wo die Bühnen gebaut und gestaltet werden, durch Tunnels, welche die verschiedenen Bühnen miteinander verbinden, und zu Riesenliften, die einem Zugang zu unzähligen Vorhängen verschaffen. Vielen Dank, Lukas, für diese eindrückliche Führung!

Für MariJe (3. v. l.), die in Estelí/Nicaragua die «Iniciativa Colibrí» leitet, steht Theater im Zentrum ihrer täglichen Arbeit. Mit den Theaterkursen, die sich an Kinder und Jugendliche aus dem Quartier richten, schafft sie einen Raum für kreative Entfaltung und zur Stärkung des Selbstbewusstseins. In dem Sinne war für sie die Führung durchs Basler Theater und das anschliessende Stück, in dem das Publikum in die Choreographie einbezogen wurde, ein ganz besonderes Erlebnis. 

Am nächsten Morgen trafen wir zwei Mitarbeiterinnen vom Jugendförderkurs auf dem Gundeldinger Feld. Der Jugendförderkurs bietet jungen Menschen, denen ein Direkteinstieg in eine Berufsausbildung noch nicht möglich ist, ein einjähriges Programm zur Berufswahlabklärung und Vorbereitung auf eine zukünftige Ausbildung. Neben der internen Schule besuchen sie verschiedene Arbeitstrainings, um ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen zu stärken. Auch hier gab es Überschneidungen in den Arbeitsbereichen und -weisen. Dieses Treffen war ebenfalls geprägt von Inspiration für beide Seiten. Wir danken dem Team vom Jugendförderkurs für den Austausch!

Das World-Café am Samstag wurde mit einem sogenannten Blessing-Dance von unserer Projektpartnerin Bee Chhon Srors aus Kambodscha eröffnet. Diese Vorführung war sehr berührend, denn die heutige Leiterin unserer kambodschanischen Partnerorganisation BSDA hatte selbst als Jugendliche im Bildungsprogramm dieser Organisation den Apsara-Tanz gelernt.  

Das World-Café war ein voller Erfolg! Wir sind sehr berührt und glücklich über den interessanten Austausch, der zwischen unseren Projektpartnerinnen und den Teilnehmenden des World-Cafés zustande kam. Ein besonderer Dank geht an unsere vier Partnerinnen, die voller Enthusiasmus ihre Projekte vorgestellt haben, an Michi Motter, der den Anlass moderiert hat, an Christian Jaeggi für die wundervollen Fotos, an alle Übersetzenden, die den Austausch erst ermöglicht haben, an die Band Xipenda und an das Team von Crescenda! Es war ein unvergesslicher Abend, der uns einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig persönliche Begegnungen sind.

Einladung Generalversammlung

Die Generalversammlung findet statt am: MITTWOCH, 10. MAI 2023, 20.00 UHR im SILOTURM, 4.OG, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, Basel.

Einladung Generalversammlung

Die Generalversammlung findet statt am: MITTWOCH, 10. MAI 2023, 20.00 UHR im SILOTURM, 4.OG, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, Basel.

Traktanden

  1. Protokoll der GV 2022
  2. Abnahme Leistungsbericht, Jahresrechnung und Revisionsstellenbericht 2022
  3. Wahlen: Vorstand und Revisionsstelle
  4. Festsetzung des Mitgliederbeitrags
  5. Projekte: aktueller Stand und Strategie
  6. Varia

Anträge und Kandidaturen müssen bis vier Wochen vor der GV eingereicht wer- den. Mitglieder haben an der GV Stimmrecht. Alle Spender und Spenderinnen sind herzlich zur GV eingeladen.

FOTOPRÄSENTATION ASUD, MALAWI

Im Anschluss an die Generalversammlung zeigen wir Fotografien von unserem letzten Projektbesuch bei ASUD (Action for Sustainable Development) im Norden von Malawi. Unsere Partnerorganisation ASUD unterstützt Primarschulen beim Aufbau von Permakultur-Schulgärten. Auf dem Schulareal werden zudem Obstbäume, Mais, Soja und Bananen gepflanzt und Schweine gehalten. Dank der Erträge aus dem Schulgarten erhalten die Kinder ausgewogene Mahlzeiten und im Garten gibt es praktischen Unterricht in nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungslehre. Gleichzeitig ist jede Schule ein Lernzentrum für die ganze Gemeinde.

Wir laden Sie zudem herzlich zu einem Apéro ein.

Unsere Projektpartnerinnen kommen in die Schweiz! 

Ein grosses Highlight dieses Jahr ist der Besuch von vier Projektleiterinnen aus vier verschiedenen Partnerorganisationen in Kambodscha, Peru und Nicaragua. Zum Abschluss ihres Besuches organisieren wir am 10. Juni 2023 einen Anlass im Bistrot Crescenda.

Event Projektpartnerinnen Schweiz

Unsere Projektpartnerinnen kommen in die Schweiz! 

Ein grosses Highlight dieses Jahr ist der Besuch von vier Projektleiterinnen aus vier verschiedenen Partnerorganisationen in Kambodscha, Peru und Nicaragua. Im Juni werden uns Katya Mallea von FENAMAD, Bee Chhon Srors von BSDA, Carmen Susana Velásquez López von IDEMNNA und María Jesús Centeno Tercero von Iniciativa ColibrÍ besuchen.

EcoSolidar wird mit ihnen eine Weiterbildungs- und Vernetzungsreise in der Schweiz machen. Zum Abschluss ihres Besuches organisieren wir am 10. Juni 2023 einen öffentlichen Anlass im Bistrot Crescenda in Basel. Im Rahmen eines World-Cafés haben Sie die Möglichkeit, unsere Projektpartnerinnen persönlich kennenzulernen. Im direkten Austausch mit ihnen erfahren Sie mehr über ihre Arbeit und wie sie ihre «Gemeinschaften bewegen». Moderiert wird der Abend von Michi Motter.

Wie funktioniert das World-Café? Die Teilnehmenden werden in vier Gruppen eingeteilt, die sich um je einen Tisch versammeln. An jedem Tisch sitzt eine der vier Projektleiterinnen, der die Teilnehmenden Fragen rund um ihr Projekt und ihre Person stellen können. Nach einer bestimmten Zeit wechseln die Projektleiterinnen zu einer anderen Gruppe. Auf diese Weise kommen alle Teilnehmenden mit allen vier Projektleiterinnen direkt ins Gespräch und können sich mit ihnen persönlich austauschen. Für jeden Tisch stellen wir eine Person zum Übersetzen bereit.

Wann: Samstag 10. Juni 2023
Kaffee & Kuchen: ab 16.00 Uhr
Beginn World-Café: 17.00 Uhr
Im Anschluss Apéro und Live-Gitarrenmusik von der Band Xipenda
Wo: Bistrot Crescenda, Bundesstrasse 5, Basel
Eintritt: frei/Kollekte

Um sicherzustellen, dass wir nicht zu viel Essen vorbestellen, bitten wir Sie, sich für den Apéro per E-Mail an info@ecosolidar.ch anzumelden.

Unsere jährlichen Projektbesuche in den jeweiligen Ländern sind das Herzstück unserer Arbeit. Sie ermöglichen uns, die Projekte über die schriftlichen Berichte hinaus ganzheitlich zu verstehen. Die Begegnungen mit Menschen in den Projekten sind in jeder Hinsicht eine Bereicherung – für uns ebenso wie für sie. Umgekehrt verstehen unsere ProjektpartnerInnen auf ihren Besuchen bei uns, in welchem Kontext wir uns bewegen und wie die Finanzierung ihrer Projekte zustande kommt. Solche persönlichen Begegnungen fördern das Vertrauen und das gegenseitige Verständnis und sorgen für eine gute Partnerschaft. 

Wir hoffen, Sie in unserem World-Café am 10. Juni 2023 begrüssen zu dürfen und freuen uns auf einen reichhaltigen Austausch!

Schulgärten gegen Hunger

Im Norden Malawis unterstützt unsere Partnerorganisation ASUD Primarschulen beim Aufbau von Permakultur-Schulgärten. Durch die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft bekämpft ASUD zusammen mit den Schulgemeinden Hunger und Mangelernährung.

Schulgärten gegen Hunger

Im Norden Malawis unterstützt unsere Partnerorganisation ASUD (Action for Sustainable Development) Primarschulen beim Aufbau von Permakultur-Schulgärten. Durch die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft bekämpft ASUD zusammen mit den Schulgemeinden Hunger und Mangelernährung.

Fotoreportage aus dem Projekt in Malawi

Schulgarten

Mit einem Schulgarten in der Primarschule in Ng’ongo hat alles angefangen. Heute ist diese Schule ein Vorzeigeort für das Projekt von ASUD. Die LehrerInnen bilden sich ständig weiter in Techniken der Permakultur. Neben dem Gemüsegarten wachsen auf dem Schulgelände Obstbäume, Mais, Soja und Bananen; es gibt einen Brunnen für Wasser und eine kleine Solaranlage.

Unterricht Kompostherstellung

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts sind unterschiedliche Techniken zur Herstellung von Kompost. Der Kompost trägt massgeblich dazu bei, dass die Pflanzen gut gedeihen. Hier unterrichtet ein Lehrer SchülerInnen zu diesem Thema.

Schweinestall

Zur Herstellung von Kompost braucht es tierischen Dung, weshalb die Schule Schweine hält. Diese wohnen neu in einem grösseren und robusteren Schweinstall und werden von den Schulkindern besucht und gefüttert.

Gemüsegarten Eltern

Die Eltern lernen bei ihrer Mithilfe im Schulgarten die neuen Techniken und wenden sie bei sich zu Hause an. Einige von ihnen sind besonders engagiert und testen und entwickeln diese Techniken weiter. Sie unterstützen mit ihrem Knowhow Gruppen von Bauern und Bäuerinnen aus der Umgebung bei der Anlegung und erfolgreichen Bewirtschaftung von Permakulturgärten.

Schweinestall Holz

Die Bauern und Bäuerinnen legen auch zu Hause einen Schweinstall an und unterstützen sich gegenseitig bei der Pflege und der Vermehrung der Schweine. 

Kompostherstellung neu

Diese Bäuerinnen testen eine neue Variante der Kompostherstellung bei sich zu Hause aus. Ein ASUD Mitarbeiter berät sie dabei.

Bett Zuhause

Die Ernten aus den Gärten versorgen die Familien mit gesundem Gemüse. Dank dem eigenen Kompost und den Techniken zur Bodenfeuchthaltung gedeihen die Pflanzen gut. Die Überschüsse können auf dem Markt verkauft werden. Dank dieser zusätzlichen Erträge konnten sich beispielsweise Grace und ihre Mutter Mirrium ein Bett kaufen.

Zuhause

Auch ein kleines Solarpanel fürs Dach konnten sie sich leisten, das ihnen Strom fürs Aufladen des Handys  liefert.

Haus neue Fenster

Diese Familie konnte sich dank dem Verkauf aus ihrem Gemüsegarten neue Fenster für ihr Haus kaufen.

Wasser holen

Vor einigen Jahren finanzierte EcoSolidar der Schule in Ng’ongo einen Tiefbohrbrunnen, dank dem die SchülerInnen sauberes Wasser zum Trinken, Kochen, für die persönliche Hygiene und den Schulgarten haben. Der Brunnen wird auch von der Dorfgemeinschaft genutzt.

Wasserloch

Der Zugang zu Wasser war früher ein grosses Problem für die Schule und die Gemeinschaft. Es gibt zwar weiter entfernte Wasserlöcher, der Transport dieses Wassers ist aber anstrengend und zeitraubend. Zudem ist das Wasser oft verschmutzt und gesundheitsgefährdend. 

Solarpanels

Einen weiteren Zugang zu Wasser in der Region bietet ein Bach. Solange er Wasser hat, können die Menschen dieses für die Bewässerung ihrer Felder nutzen. Nun haben sich mehrere Bauernfamilien zusammengetan und befördern mit solarbetriebenen Wasserpumpen das Wasser aus dem tief gelegenen Bach auf ihre Felder. 

Bewässerung Felder Solarpanel

Die Bewässerung von Feldern wird damit einfacher und sicherer. Dank den Solarpanesl können die Bauernfamilien das ganze Jahr über Gemüse anpflanzen und Überschüsse verkaufen. Dieses Pilotprojekt wird zurzeit auf weitere Gemeinden ausgeweitet.

Weg zum Gemeinschaftsfeld

Eine Gruppe von Frauen auf dem Weg zu ihrem Gemeinschaftsfeld. Es liegt etwas ausserhalb des Dorfes.

Frauengruppe

Frauengruppen aus den Gemeinden sind im Projekt von ASUD zentral, was sich auch an den neuen Standorten bestätigt. Die Frauen tragen das Projekt in vieler Hinsicht: Sie schliessen sich in Gruppen zusammen und unterstützen sich gegenseitig beim Aufbau und der Weiterentwicklung eigener Permakulturgärten. 

Mütter an der Schule

Die Frauen unterstützen auch die Schulen und ihre Kinder, indem sie im Schulgarten mitarbeiten. So erwerben sie sich gleichzeitig viel Wissen und neue Techniken, die sie dann bei sich zu Hause umsetzen. Thomas Ngwira, der Geschäftsleiter von ASUD, betont: „Ich habe gelernt, dass von der Förderung der Frauen die ganze Gemeinschaft profitiert, da sie direkt für das Wohl der Familie verantwortlich sind.“

Lehrerin Kompost neue Schule

Zurzeit sind vier weitere Primarschulen im Norden Malawis dabei, dasselbe Projekt bei sich umzusetzen. Ownership, d.h. dass das Projekt den beteiligten Menschen gehört und von ihnen umgesetzt und getragen wird, hat auch bei diesen neuen Standorten einen zentralen Stellenwert. Thomas Ngwira ist überzeugt, dass die Projekte nur so Sinn machen und langfristig bestehen bleiben. 

Thomas Einweihung Feier

Bei unserem letzten Besuch gab es feierliche Einweihungszeremonien. Die neu angelegten Schulgärten, Schweinställe und Bananenpflanzungen wurden gemeinsam besucht und gefeiert. Die Freude über dieses Projekt und die Bedeutung für die Menschen waren dabei deutlich spürbar.

BESUCH AUS GRIECHENLAND IN BASEL AM 24.11.2022

In Lavrio führt unsere Partnerorganisation networkANTHROPIA ein lebhaftes Zentrum, welches geflüchtete Frauen und Kinder unterstützt. Die Projektleiterin Renata Herger kommt am 24. November 2022 nach Basel und erzählt von ihrer Arbeit mit den Frauen und Kindern in Griechenland.

BESUCH AUS GRIECHENLAND IN BASEL AM 24.11.2022

Malen, spielen, Sprachen lernen: In Lavrio, Griechenland, führt unsere Partnerorganisation networkANTHROPIA ein lebhaftes Zentrum, welches geflüchtete Frauen und Kinder bei der Integration unterstützt und sie auf ihrem Weg stärkt.

Die Projektleiterin Renata Herger kommt am 24. November 2022 nach Basel und erzählt von ihrer Arbeit und von der aktuellen Situation in Griechenland. Wir freuen uns auf gemütliches Beisammensein und auf den Austausch über dieses besondere Projekt. Und wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Besuch aus Griechenland
Wann: Donnerstag, 24. November 2022
Türöffnung & Bar: 18:30 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
Im Anschluss Apéro und Austausch
Eintritt: frei, Kollekte
Wo: BARAKUBA, Gundeldinger Feld, Dornacherstrasse 192, Basel

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Spendenaufruf für Jugendliche in Peru

Zum ersten Mal wagen wir eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform von wemakeit. Mit Ihrer Unterstützung wollen wir Solarpanels und einen Brunnen für das Wohnhaus finanzieren, um die Strom- und Wasserversorgung zu gewährleisten.

Spendenaufruf für Jugendliche in Peru

In der indigenen Gemeinschaft Santa Rosa de Huacaria gibt es derzeit nur eine Grundschule. Die nächste Sekundarschule liegt in Pilcopata. Um nach Pilcopata zu gelangen, müssen die Jugendlichen der Gemeinde jeden Tag 1.5 bis 2 Stunden zu Fuss zur Schule laufen – viel zu weit weg, als dass sie reibungslos die Sekundarschule besuchen können. Nun hat die Gemeinschaft mit Hilfe unserer Partnerorganisation FENAMAD und mit unserer Unterstützung ein Wohnhaus gebaut, in dem die Jugendlichen während der Woche wohnen können, geschützt sind und zudem nachmittags Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung erhalten. 

Das Wohnhaus, welches die Jugendlichen «La Casita» nennen, ist fast fertig. Es wird bereits von einigen Schülern und Schülerinnen bewohnt. Damit es aber vollständig bezogen werden kann, braucht es Sie! 

Mit Ihrer Unterstützung wollen wir Solarpanels und einen Brunnen für das Wohnhaus finanzieren, um die Strom- und Wasserversorgung zu gewährleisten.

Zum ersten Mal wagen wir eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform von wemakeit. Sollten wir das Finanzierungsziel von 5’500 Schweizer Franken nicht erreichen, werden die Spenden automatisch an die Unterstützer und Unterstützerinnen zurückerstattet. Die Schüler und Schülerinnen in Pilcopata und wir hoffen fest, dass wir das Finanzierungsziel erreichen und das Projekt mit vereinten Kräften realisieren können! 

Als Dank für Ihre Unterstützung gibt es tolle Überraschungen aus Peru, Malawi und Kambodscha! 

ZUR KAMPAGNE

INDIGENE JUGENDLICHE IN ZWEI LEBENSWELTEN

Immer mehr indigene Jugendliche ziehen für ein Studium in die Stadt. Jedoch ist es für sie in vielerlei Hinsicht eine grosse Herausforderung.

Peru indigener Jugendlicher

Indigene Jugendliche zwischen zwei Lebenswelten

Unsere Partnerorganisation FENAMAD (Federación Nativa del Río Madre de Dios y Afluentes) arbeitet im peruanischen Amazonasgebiet mit indigenen Studierenden, die für ihr Studium in die Stadt ziehen müssen. Auch arbeitet sie mit Sekundarschülern und Sekundarschülerinnen. Die höhere Schulbildung bedeutet eine grosse Chance für die Jugendlichen selbst wie auch für die indigenen Gemeinschaften. Deshalb setzt FENAMAD an verschiedenen Schnittstellen an und unterstützt die Jugendlichen und Kinder beim Zugang zu Bildung und darin, sich weitere soziale und interkulturelle Kompetenzen anzueignen. 

Fotoreportage aus dem Projekt in Peru

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Immer mehr indigene Jugendliche ziehen für ein Studium in die Stadt. Jedoch ist es für sie in vielerlei Hinsicht eine grosse Herausforderung. Sie verfügen oft nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel, so dass sie sich eine stabile Wohnsituation und gesunde Ernährung nicht leisten können. Auch fehlt es ihnen häufig an einer adäquaten Betreuung. Hinzu kommt, dass sie immer wieder auf Diskriminierung stossen.

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José Antonio Dumas und Katya Mallea von FENAMAD koordinieren und leiten das Bildungsprojekt in Puerto Maldonado und Pilcopata. FENAMAD unterstützt die indigenen Studierenden bei ihrem gefühlten Spagat zwischen dem Leben in ihrer Gemeinschaft und dem Studium in der Stadt. Für die Zeit während ihres Studiums können die Studierenden in der «Casa Miraflores» wohnen. Das Wohnhaus, welches von FENAMAD zur Verfügung gestellt wird, bietet den Jugendlichen einen geschützten Raum, wo sie wohnen und lernen können. Zudem werden sie von Katya Mallea (r.), einer psychologischen Fachperson, individuell betreut, um sie in ihrem Selbstbewusstsein und bei der Entwicklung ihrer Zukunftspläne zu unterstützen. Sie erhalten auch Nachhilfeunterricht und können künstlerische Workshops besuchen.

Eine halbe Stunde Bootsfahrt von Puerto Maldonado entfernt liegt ein Gemeinschaftsgarten, der von den Jugendlichen unter der Leitung eines ehemaligen Studenten und diplomierten Landwirts betreut und gepflegt wird. Der Weg über das Wasser ist im peruanischen Amazonas normal, oft sogar die einzige Möglichkeit. Je nach Wasserstand und Witterung besuchen sie den Garten zweimal in der Woche in einer kleinen Gruppe.

Nach der Bootsfahrt führt der Weg eine halbe Stunde lang durch den Regenwald.

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Im Garten angekommen, packen sie sofort mit an. Viele Jugendliche hatten bereits in jungen Jahren in ihren Dorfgemeinschaften bei der Gartenarbeit mitgeholfen und kennen sich daher gut aus. Auch der Ertrag wird gesammelt. Auf dem Bild ist zum Beispiel Kurkuma zu sehen, welche sie in der Küche verwenden. Durch die Gartenarbeit lernen die Jugendlichen unter anderem, Verantwortung für ihre eigene Existenz zu übernehmen.  

Sie bauen auch Kochbananen an, welche ein wichtiger Bestandteil der peruanischen Küche sind, vor allem im Amazonastiefland. Die Erträge aus dem Gemeinschaftsgarten sorgen für eine ausgewogene Ernährung der Studierenden. Ausserdem ermöglicht er ihnen eine natur- und kulturnahe Beschäftigung und ist ein wichtiger Ausgleich zum Leben in der Stadt. 

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Das Bildungsprojekt wäre ohne eine enge Zusammenarbeit mit den Dorfgemeinschaften nicht möglich. Deshalb besucht FENAMAD regelmässig die Gemeinden, um die Probleme und Bedürfnisse der indigenen Gemeinschaften zu erkennen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auch bei diesen Besuchen führt der Weg häufig übers Wasser.

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Bei unserem letzten Besuch gingen wir mit der FENAMAD nach Puerto Luz. Es gab eine ausführliche Sitzung mit der Dorfgemeinde. Wir tauschten uns aus über das Studium und das Leben der Jugendlichen in der Stadt, fernab ihrer Familien. Das Studium in der Stadt ist auch ein Politikum für die ganze Gemeinde, es wird ein Resultat für die Gemeinschaft erwartet. Diese Sitzung hatte klar gezeigt, wie wichtig das Betreuungsangebot der FENAMAD in Puerto Maldonado für diese jungen indigenen Studierenden ist. Bestätigt wurde uns dies auch in den verschiedenen Gesprächen mit den Eltern und den Lehrpersonen der Sekundarschule. 

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Bei den Besuchen in den Dorfgemeinschaften führt die FENAMAD Gespräche mit den Jugendlichen und ihren Eltern. Bei diesen Gesprächen werden Fragen, Schwierigkeiten, aber auch Erwartungen und Wünsche diskutiert. So konnte in den letzten Jahren gegenseitiges Vertrauen entstehen und das Projekt hat sich in den indigenen Gemeinschaften gut etabliert. 

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Viele Studierende kommen aus Gemeinschaften, die in fünf Stunden oder in einigen Fällen in mehreren Tagen zu erreichen sind. Je nach Wasserstand des Flusses, kann es sogar vorkommen, dass sie ihre Familien mehrere Monate nicht besuchen können. Hinzu kommt, dass der Transport sehr teuer ist. 

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Neu unterstützt die FENAMAD auch Sekundarschüler und Sekundarschülerinnen in Huacaria, einer Gemeinde, in der Machigenkas, Wachiperis und Quechuas zusammenleben. In Huacaria selber gibt es keine Sekundarschule. Die nächste liegt in Pilcopata – zu weit weg, als dass die Jugendlichen aus Huacaria die Schule konstant und reibungslos besuchen könnten.

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Dies ist einer der Gründe, weswegen viele indigene Jugendliche aus Huacaria nicht über die Primarschule hinauskommen. Die Gemeinde sucht deshalb zusammen mit der FENAMAD einen Weg, wie diese häufigen Schulabbrüche gestoppt werden können.

Die Lösung ist ein Wohnhaus in Pilcopata für die Schüler und Schülerinnen aus Huacaria aber auch für jene aus noch weiter entfernten Gemeinden. EcoSolidar hat den Bau dieses Wohnhauses, bestehend aus Schlafzimmern, WCs und Duschen, einer Küche und einer «Maloka» (Gemeinschaftshaus) in der Mitte, finanziert. 

Die «Maloka» wurde von den Eltern und ihren Kindern in Gemeinschaftsarbeit gebaut. Mit diesem Wohnhaus wollen sie den Schulabbrüchen entgegenwirken, die unter anderem durch zu lange Schulwege aber auch durch Armut verursacht werden. So können die Jugendlichen unter der Woche in Pilcopata wohnen, wo sich auch die Sekundarschule befindet, und am Wochenende in ihre Gemeinden zurückkehren. Die Gemeinde will die Aufsicht und Zubereitung der Verpflegung der Jugendlichen organisieren, die FENAMAD wird einen Tutor oder eine Tutorin zur schulischen Betreuung stellen. 

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In Amalia, einer sehr kleinen Gemeinde, gibt es eine Primarschule, die von der Gemeinde selber aufgebaut wurde. Diese Primarschule wird derzeit von 12 Kindern besucht. Diese Kinder sollen später die Möglichkeit haben, eine Sekundarschule zu besuchen. FENAMAD steht der Gemeinde als beratender, vermittelnder Ansprechpartner zur Verfügung.

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Amalia ist nur mit dem Boot oder in einem mehrstündigen Fussmarsch durch den Regenwald zu erreichen. Die FENAMAD arbeitet mit voller Hingabe; in Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften und den Studierenden ist sie in der Lage, einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. 

Projektbesuch bei den Pioneras in Peru

Im April besuchten wir unsere Partnerorganisation IDEMNNA in Peru. IDEMNNA arbeitet in Jicamarca mit der Frauengruppe «Las Pioneras». Die eindrücklichen Begegnungen und Erlebnisse wollen wir mit euch teilen.

Projektbesuch bei den Pioneras in Peru

Im April besuchten wir unsere Partnerorganisation IDEMNNA in Peru. IDEMNNA arbeitet in Jicamarca mit der Frauengruppe «Las Pioneras». Die eindrücklichen Begegnungen und Erlebnisse wollen wir mit euch teilen. Von unseren Projektbesuchen berichten wir übrigens jeweils zeitnah mit Bildern und Videos auf unserem Facebook-Kanal.

Pioneras in Peru

Unsere Partnerorganisation IDEMNNA (Instituto de Desarrollo „Maria Elena Moyano“) arbeitet mit Frauen in Jicamarca, einem Viertel an der Peripherie der Hauptstadt Lima. Die Lebensbedingungen hier sind äusserst prekär: Die Grundversorgung – Wasser, Abwasser, Elektrizität, Gesundheit, Grünflächen – fehlt. 

Die Anreise von Lima ins Frauenprojekt im Aussenbezirk Jicamarca steht symbolisch für die soziale Ausgrenzung der Projektteilnehmerinnen: Wir nehmen einen Bus, steigen um auf die Strassenbahn, an der Endstation geht es weiter mit einem anderen Bus und danach mit einer Moto-Rikscha die steinigen Hügel hinauf. Nach eineinhalb Stunden kommen wir an.

Die Frauen hier haben sich als Gruppe zusammengeschlossen, um sich gegenseitig in ihrem Alltag zu unterstützen. Sie lernen, wie sie kleine Geschäfte aufbauen können, um ein Einkommen für sich und ihre Familien zu erwirtschaften. Die Frauengruppe trifft sich regelmässig und wurde bekannt in der Umgebung.

Vicky Pioneras

IDEMNNA fördert die Selbstorganisation der Frauen, wodurch das Projekt seine Wurzeln in der Gemeinschaft schlägt und nicht in einem Büro im Zentrum von Lima. Das ist Vicky, sie ist sehr engagiert in der Gruppe und eine starke Persönlichkeit.

Kinder Lima Peru

Die Kinder der Frauen nehmen am Projekt teil. Sie werden durch gemeinsame Aktivitäten in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt.

IDEMNNA Kinder Pioneras

Auf unserem Besuch erzählen sie uns, was sie in den letzten Jahren während der Pandemie zusammen erreicht haben. Unter anderem haben sie einen Kopierladen eingerichtet und gelernt, ihn selbst zu verwalten. Hier können sie ihre Hausaufgaben ausdrucken und es gibt einen Computer mit Internetzugang. In Peru waren die Schulen während der Pandemie zwei Jahre lang geschlossen und es wurde auf online Unterricht umgestellt. Eine riesige Herausforderung für diese Familien.

Jede Woche organisieren die Pioneras einen Mittagstisch. Leider sind Mangelernährung und Anämie bei Kindern in Jicamarca ein grosses Problem.

Die ganzheitliche Arbeit an der Basis, in die auch die Kinder einbezogen werden, stellt die Frauen und ihre eigenen Ressourcen ins Zentrum. Carmen und Tabita von IDEMNNA sowie eine Pionera mit ihrer Tochter führen uns durch Jicamarca. Auf diesem Besuch begleitete uns der Vorstandspräsident von EcoSolidar.

Geschäfte aufbauen

Die Pioneras bauen eigene Geschäfte auf, um ein Einkommen zu generieren.

Eulalia näht in Jicamarca

Eulalia (rechts) hat mit einem Kleinkredit von IDEMNNA erfolgreich ein Nähatelier aufgebaut.

Maria in Jicamarca Lima

Maria wohnt in diesem kleinen Holzbau mit ihrer Familie. Bei Pandemiebeginn verlor ihr Mann die Arbeit. Sie konnten die Wohnungsmiete nicht mehr bezahlen. Maria erfuhr von diesem kleinen Stück Land in Jicamarca, wo sie ohne jegliche Rechtssicherheit ein neues Zuhause bauen konnten. Hier lernte sie die Pioneras kennen und wirkte bald aktiv mit. Mit einem Kleinkredit unterstützte IDEMNNA ihre Idee, Früchte und gefrorenen Fruchtsaft zu verkaufen. Dank dem Zusatzeinkommen hat Maria heute wieder ein würdiges Zuhause. 

Garten in Jicamarca

Diese Pioneras freuen sich über ihren kleinen Garten. In der Gruppe mobilisieren die Frauen Kraft und entwickeln Ideen. Den Namen «Las Pioneras» haben sie sich selbst gegeben, und er passt sehr gut zu ihnen.

Kleines Geschäft

Mit kleinen Geschäften wie diesem, erwirtschaften die Pioneras ein Einkommen für sich und ihre Familien.

Die Pioneras sind stolz auf sich und auf das, was sie erreichen. Wir sind sehr beeindruckt, was IDEMNNA und die Pioneras in dieser extrem schwierigen Umgebung leisten.

Projektbesuch bei der Iniciativa Colibrí in Nicaragua

Im Mai konnten wir zum ersten Mal unsere neue Partnerorganisation Iniciativa Colibrí in Estelí besuchen, einer Stadt im Norden von Nicaragua. Die Iniciativa Colibrí arbeitet in einem kleinen, liebevoll gepflegten Quartierzentrum.

Projektbesuch bei der Iniciativa Colibrí in Nicaragua

Im Mai konnten wir zum ersten Mal unsere neue Partnerorganisation Iniciativa Colibrí in Estelí besuchen, einer Stadt im Norden von Nicaragua. Die Iniciativa Colibrí arbeitet in einem kleinen, liebevoll gepflegten Quartierzentrum. Das riesige Engagement und die starke Verwurzelung im Quartier waren an jedem Tag des Besuches spürbar. Von unseren Projektbesuchen berichten wir übrigens jeweils zeitnah mit Bildern und Videos auf unserem Facebook-Kanal.

Die Iniciativa Colibrí arbeitet in einem kleinen, liebevoll gepflegten Quartierzentrum. Ziel ist es, die Kinder und Frauen im Quartier zu stärken und einen Ort zu schaffen, an dem sie sich entfalten können. Für Kinder und Jugendliche gibt es Theaterkurse.

Üben, üben, üben…..die Kinder und Jugendlichen machen mit Herzblut Theater. Hier probt die Jugendgruppe ein nicaraguanisches Stück, «El Pollo de los 3». Es gibt viel zu Lachen und es gibt mächtig Applaus. Theater hat eine befreiende und transformative Kraft, ist die Projektleiterin María Jesús Centeno überzeugt.

Pünktlich sind diese Kinder heute hergekommen und freuen sich darauf, ihr kleines Theaterstück zu proben. Die Kinder lieben den Ort und freuen sich auf den bevorstehenden Unterricht.

In den Spielstunden können die Kinder malen, lesen und mit Puppen spielen. Es gibt eine kleine Bibliothek mit Büchern und Spielen.

María Jesús im Gespräch mit den Jugendlichen. Im Theater gehe es um viel mehr, als «nur» um das Einstudieren eines Stücks, erklärt sie. «Beim Theaterspielen lernt man sich selbst kennen. Die Kinder und Jugendlichen lernen hier den konstruktiven Umgang mit ihren Emotionen und mit Herausforderungen. Durch das Theater arbeiten sie an ihrer Vorstellungskraft, was ihnen im realen Leben den Blick öffnet für verschiedene Perspektiven und Wege». 

Zuerst wird aufgewärmt, danach geht es beruhigt und konzentriert an die Theaterarbeit.

Überall im Zentrum haben die Jugendlichen ermutigende Botschaften aufgemalt und angebracht wie diese hier: «Wenn du willst, kannst du!».

Nähatelier mit Frauen aus dem Quartier. Sie lernen neue Fertigkeiten und erzählen sich gegenseitig von ihrem Alltag. Die Frauen sagen, dass diese Stunden für sie sehr wichtig sind. In der Gruppe tanken sie Energie.

Eine Psychologin unterstützt die Arbeit und führt vor dem Nähatelier einen kleinen Workshop durch. Sie redet mit den Frauen über das Thema Selbstwert. Diese Nachbarin erzählt, dass die Nähgruppe für sie eine wichtige Stütze ist und sie gerne etwas Neues lernt.

Eine fröhliche Gruppe: Sonntags-Ausflug mit Jugendlichen und Kindern aus dem Projekt in die Natur. Die Freude ist gross an diesem Tag.