Mit biologischem Landbau in eine unabhängige Zukunft

Die Farm von LOMADEF (Lipangwe Organic Manure Demonstration Farm) wurde von 40 Bauernfamilien gemeinsam aufgebaut. Im Laufe der Jahre ist ein Schulungszentrum mit 69 Clubs entstanden. Diese Clubs bestehen aus Frauen und Männern aus verschiedenen Dörfern der Region.

Mit biologischem Landbau in eine unabhängige Zukunft

In Matale, Malawi, führt unsere Partnerorganisation LOMADEF ein Schulungszentrum für biologischen Landbau mit einer Demonstrationsfarm.

Die Farm von LOMADEF (Lipangwe Organic Manure Demonstration Farm) wurde von 40 Bauernfamilien gemeinsam aufgebaut. Im Laufe der Jahre ist ein Schulungszentrum mit 69 Clubs entstanden. Diese Clubs bestehen aus Frauen und Männern aus verschiedenen Dörfern der Region. Sie kommen ins Schulungszentrum, um Kurse im lokal angepassten biologischen Landbau zu besuchen; oder Fachpersonen der Farm besuchen die Clubmitglieder in ihren Dörfern und geben dort Workshops.

Das Ziel, Einkommen und Nahrungsmittelproduktion der Bauernfamilien zu steigern, wird konsequent verfolgt. Nicht nur um Einkommen zu generieren, sondern auch um den Nahrungsmittelmangel in der ganzen Region zu bekämpfen.Es werden nachhaltige Anbaumethoden erforscht, eigene Samen angebaut und Kompostierungs- und Bewässerungsmethoden vermittelt. Dadurch sind die beteiligten Menschen nicht mehr von Nahrungsmittelhilfe oder teuren Hybridsamen, Kunstdünger und Pestiziden abhängig, sondern leben vom Ertrag ihrer nachhaltig bewirtschafteten Böden und können Überschüsse verkaufen.

Henderson Chiliza

Geschäftsleiter LOMADEF, Malawi

„Wir fördern die organische Landwirtschaft, damit arme Bauernfamilien kostengünstige Methoden kennen lernen und ihren Lebensunterhalt verbessern können.“

Nahrungssicherheit für Gehbehinderte

KODO Tereza und Kollegin

Nahrungssicherheit für Gehbehinderte

KODO unterstützt in Salima, Malawi, Bäuerinnen und Bauern mit einer Gehbehinderung im Bereich der Mobilität, der Einkommensgenerierung und der Nahrungssicherheit.

Das Ziel von KODO ist, dass Menschen mit einer Gehbehinderung mobiler werden, eine grössere finanzielle Unabhängigkeit erreichen, selbst für ihre Nahrung aufkommen können und im öffentlichen Raum einen Platz finden. EcoSolidar unterstützt die Organisation im Bereich der biologischen Landwirtschaft. Seither lernen gehbehinderte Bäuerinnen und Bauern Techniken des Kompostierens und der Agroforstwirtschaft und werden bei der Anwendung dieser Techniken von KODO unterstützt.

Die biologische Landwirtschaft ist für die gehbehinderten Bäuerinnen und Bauern — die meist über wenig finanzielle Mittel verfügen — eine Möglichkeit, trotz geringen finanziellen Ressourcen Landwirtschaft zu betreiben und nicht viel Geld für teures Hybridsaatgut und chemische Düngemittel auszugeben. Für Menschen mit einer Gehbehinderung und deren Angehörigen ist dies ein grosser Schritt in Richtung Unabhängigkeit. KODO unterstützt im Bereich der biologischen Landwirtschaft jährlich insgesamt 150 Familien in 5 Gemeinden in der Region Salima.

Im Ausbildungszentrum in Salima finden zudem 6-monatige Ausbildungen in Schneiderei und Korbstuhlflechten statt. Die Auszubildenden werden ausserdem in Techniken des biologischen Landbaus geschult. Sie vermitteln das Erlernte in ihren Gemeinden weiter und stärken so ihre eigene soziale Integration.

George Chimpiko - KODO Partnerprojekt

George Chimpiko

Geschäftsleiter KODO, Malawi

„Ich bin mit einem Klumpfuss zur Welt gekommen und kann die Schwierigkeiten von Menschen mit einer Gehbehinderung sehr gut verstehen. Deshalb konzentriere ich mich als Geschäftsleiter von KODO auf diese Zielgruppe. Ich bin sehr glücklich, dass wir zu ihrer Ernährungssicherheit beitragen können. Das erfüllt meinen Traum, Menschen mit einer Gehbehinderung zu unterstützen.“

Permakultur-Schulgarten gegen Hunger

In der ländlichen Gegend um Ng’ongo sind Hunger und Mangelernährung weit verbreitet. Unsere Partnerorganisation ASUD (Action for Sustainable Development) bewirtschaftet einen Permakultur-Garten an der Schule in Ng’ongo mit ca. 450 Schülerinnen und Schüler. Durch die Erträge aus dem Schulgarten erhalten die Kinder ausgewogene Mahlzeiten, was ein Anreiz für den Schulbesuch ist.

Permakultur Schulgarten Malawi

Permakultur-Schulgarten gegen Hunger

Unsere Partnerorganisation ASUD bewirtschaftet einen Permakultur-Schulgarten in Ngongo, Mzimba, im Norden Malawis. Durch die Förderung von organischen Anbaumethoden will ASUD Hunger und Mangelernährung bekämpfen.

In der ländlichen Gegend um Ng’ongo sind Hunger und Mangelernährung weit verbreitet. Unsere Partnerorganisation ASUD (Action for Sustainable Development) bewirtschaftet einen Permakultur-Garten an der Schule in Ng’ongo mit ca. 450 Schülerinnen und Schüler. Durch die Erträge aus dem Schulgarten erhalten die Kinder ausgewogene Mahlzeiten, was ein Anreiz für den Schulbesuch ist.

Gleichzeitig dient der Garten als Demonstrationsfeld und Trainingsort: Die lokale Bevölkerung lernt hier, wie Hunger und Mangelernährung mit lokal verfügbaren Mitteln und wenig Geld bekämpft werden können. Dabei steht der Anbau von einheimischen Gemüsesorten und Früchten mit hohem Nährwert im Fokus. Diese Sorten sind nicht zuletzt resistenter gegen die Auswirkungen des Klimawandels. ASUD zeigt zudem, wie organischer Dünger als Alternative zu teurem Kunstdünger selbst produziert werden kann. Als Quelle für den Dünger dient ein Schweinestall.

2018 baute die Organisation neben der Schule einen Tiefbohrbrunnen, durch den die Pflege des Gartens nun deutlich erleichtert wurde. Das Wasser wird ausserdem zum Trinken, Kochen, Putzen und für die tägliche Hygiene wie Händewaschen genutzt.

In der Gemeinschaft um Ng’ongo initiierte die Organisation 15 Permakultur-Clubs. In diesen Clubs unterstützen sich die Mitglieder gegenseitig dabei, die gelernten Methoden anzuwenden und eigene Permakultur-Gärten zu bewirtschaften.

Thomas Ngwira – Projektpartner Malawi

THOMAS NGWIRA

Geschäftsleiter von ASUD, Malawi

„Ich liebe es, mit ländlichen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten und Lösungen zu suchen im Bereich Ernährungssicherheit, Ernährungsweise und Umwelt. Insbesondere die Arbeit mit Frauen und Kindern liegt mir am Herzen. Ich habe gelernt, dass von der Förderung der Frauen der gesamte Haushalt profitiert, da sie direkt für das Wohl der Familie verantwortlich sind. Ebenso profitiert die Gemeinschaft langfristig von der Förderung der Kinder.“ines der Grundprinzipien unserer Arbeit in den Gemeinden ist die Überzeugung, dass jede Frau das Recht und die Fähigkeit hat, selbst über ihr Leben zu bestimmen; unsere Rolle ist es, diesen Entscheidungsprozess zu erleichtern.“