Bildung und eine bessere Zukunft für Kinder in der Not

In der Region um Kampong Cham werden Ausbildungsplätze dringend benötigt. BSDA (Buddhism for Social Development Action) betreibt eigene Sozialunternehmen und ermöglicht Berufslehren in den Bereichen Mechanik, Elektronik, Hotellerie, Gastronomie und Schönheitspflege.

BILDUNG UND EINE BESSERE ZUKUNFT FÜR KINDER IN NOT

Unsere Partnerorganisation BSDA arbeitet in Kampong Cham mit Kindern und Jugendlichen aus extrem armen und zerrütteten Familien. Die verschiedenen Bildungsprogramme ermöglichen den jungen Menschen Chancen und positive Zukunftsperspektiven.

In der Region um Kampong Cham werden Ausbildungsplätze dringend benötigt. BSDA (Buddhism for Social Development Action) betreibt eigene Sozialunternehmen und ermöglicht Berufslehren in den Bereichen Mechanik, Elektronik, Hotellerie, Gastronomie und Schönheitspflege.

Im „Smile Institute“ leben gegen 100 sozial gefährdete Kinder und Jugendliche. 11 von ihnen sind HIV- und Aidsbetroffene und besuchen die nahe gelegene Primar- und Sekundarschule. Die anderen weisen keine ausreichende Grundschulbildung auf und haben die Schule abgebrochen, weil sie in extrem armen und zerrütteten Familienverhältnissen aufgewachsen sind. Rund die Hälfte von ihnen sind Mädchen. Im ersten halben Jahr besuchen sie die „preperatory school“, wo sie eine Grundbildung nachholen. Während eines Jahres absolvieren sie anschliessend eine Berufslehre.

Das „Smile Restaurant“ ist ein solches Sozialunternehmen, das als Ausbildungsbetrieb für angehende Köche und Köchinnen sowie Service-Mitarbeitende dient. Da sich dieses Konzept bewährt hat, wurde 2018 der „Hanchey Bamboo Resort“ eröffnet, ein ökologisches Retraitenzentrum für Gäste aus dem In- und Ausland. Hier können Jugendliche eine Berufslehre in Gastronomie und Hotellerie absolvieren. Der Bau erfolgte ökologisch und sozial nachhaltig und förderte direkt die Entwicklung der umliegenden Dörfer. Durch die Einnahmen aus den Sozialunternehmen werden die BSDA-Bildungsprogramme mitfinanziert.

Besonders arme Familien erhalten Stipendien, damit ihre Kinder die Schule besuchen können. In zwei Drop-In-Zentren bietet die Organisation Nachhilfeunterricht und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung an. Die Tanz- und Musikkurse sind sehr erfolgreich und tragen massgebend zur Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder bei. An einer lokalen Schule werden zudem Englisch- und Chinesischkurse angeboten und in zwei Kindergärten erhalten Kinder im Vorschulalter Betreuung.

Bee Chhon Sros

Geschäftsleiterin BSDA, Kambodscha

„BSDA hat in den Gemeinden, in welchen wir arbeiten, starke und positive Partnerschaften entwickelt. Unsere Mission ist es, benachteiligte Menschen zu stärken, Mitgefühl zu fördern und insbesondere für Frauen, Kinder und Jugendliche die Lebensqualität durch Bildung, Gesundheit und durch die Entwicklung der Lebensgrundlagen zu erhöhen.“

Eine neue Perspektive für indigene durch Biolandbau

Die Gemeinschaft der Bunong in Mondulkiri ist betroffen von Land-Grabbing durch internationale Kautschukfirmen. Der Verlust des Landes verbreitet Hoffnungslosigkeit und entfacht soziale Probleme. Im Biolandbau finden die Indigenen eine Alternative für ihre Existenzsicherung und Zuversicht und Hoffnung für ihre Gemeinschaft.

EINE NEUE PERSPEKTIVE FÜR INDIGENE DURCH BIOLANDBAU

Unser lokaler Projektpartner BIPA (Bunong Indigenous People Association) lehrt in Mondulkiri, Kambodscha, die indigene Gemeinschaft der Bunong in Biolandbau. Dies gibt den von Land-Grabbing betroffenen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen eine neue Perspektive.

Die Gemeinschaft der Bunong in Mondulkiri ist betroffen von Land-Grabbing durch internationale Kautschukfirmen. Der Verlust des Landes verbreitet Hoffnungslosigkeit und entfacht soziale Probleme. Im Biolandbau finden die Indigenen eine Alternative für ihre Existenzsicherung und Zuversicht und Hoffnung für ihre Gemeinschaft.

Unsere Partnerorganisation BIPA unterstützt die Bunong, indem sie ihnen technisches Know-how in organischem Landbau vermittelt. BIPA berät die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen bei der Produktion und der Vermarktung von Cash Crops wie Pfeffer, Sacha Inchi (Inka-Erdnuss) und Kaffee sowie bei der Herstellung von Kompost und natürlichen Pestiziden. Sie lernen, wie sie das wenige Land, das ihnen bleibt, erfolgreich bewirtschaften können und werden in ihrer Unabhängigkeit von teuren, chemischen Produkten gestärkt. In Bousra baute BIPA eine Demonstrationsfarm auf, wo Setzlinge produziert und neue Anbaumethoden erforscht werden.
Die Mitarbeitenden von BIPA sind alle Bunong. Durch ihre Arbeit wird die Gemeinschaft zusätzlich gestärkt und es wird eine neue Zukunftsaussicht für die Bauernfamilien geschaffen.

Neth Prak

Geschäftsleiter von BIPA, Kambodscha

„BIPA ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die von den Bunong selbst gegründet wurde. Unser Ziel ist es, die Selbsthilfekapazitäten der Bunong zu stärken, um die drängenden Konflikte durch das Land-Grabbing zu lösen, die Nachhaltigkeit ihrer Lebensgrundlagen zu fördern und um den Zugang zu Bildung für die Jugendlichen zu verbessern. Es ist eine unserer Stärken, dass wir alle im Team selbst Bunong sind und das Alltagsleben mit den betroffenen Gemeinschaften teilen.“