Zirkus als Alternative für sozial gefährdete Kinder

Sozialer Zirkus Costa Rica

Zirkus als Alternative für sozial gefährdete Kinder

Das Zirkusprojekt CIRCO FANTAZZTICO der Partnerorganisation VIDA NUEVA bietet Kindern und Jugendlichen aus sozialen Randzonen in San Isidro, Costa Rica, eine Alternative zur Kriminalisierung in Banden und zur Perspektivlosigkeit in ihrem schwierigen sozialen Umfeld.

Neben Zirkustrainings in verschiedenen Vierteln werden auch immer wieder öffentliche Vorführungen organisiert, um die Kinder und Jugendlichen für die regelmässige Teilnahme zu begeistern. Eine Bedingung für die Teilnahme am Zirkusprojekt ist der regelmässige Schulbesuch. Damit leistet das Projekt auch Bildungsarbeit und die Kinder und Jugendlichen erhalten eine Perspektive: Mit dem Zirkus wird eine soziale Gemeinschaft und ein sicherer Ort geschaffen, an dem sie ihre Freizeit sinnvoll, positiv und gesund verbringen können.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass das künstlerische Projekt von VIDA NUEVA den Kindern und Jugendlichen eine hervorragende Möglichkeit bietet, ihre körperlichen Fähigkeiten zu verbessern und ihre sozialen Kompetenzen zu fördern. Dadurch gewinnen sie Selbstbewusstsein und entwickeln gleichzeitig Eigenständigkeit und Teamfähigkeit.

Mit seinen sozialpräventiven und künstlerischen Leistungen hat der Zirkus nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad erreicht und die Artistinnen und Artisten erhalten immer wieder die Möglichkeit, ihr Können auch ausserhalb Costa Ricas auf Festivals und Tourneen zu zeigen. So war der Zirkus auch schon fünfmal mit einem Stück in der Schweiz zu Gast. Dieser Erfolg wirkt als Motivation für alle Kinder und Jugendlichen, die im CIRCO FANTAZZTICO eine Alternative zur Kriminalisierung gefunden haben.

Roland Spendlingwimmer

Geschäftsleiter von VIDA NUEVA, Costa Rica

„Für mich ist Zirkus eine Lebensphilosophie, eng verbunden mit ästhetischen und ethischen Werten. Die Erfahrung von Solidarität, Freiheit und Zärtlichkeit und das totale Aufgehen in der künstlerischen Darbietung sind Elemente, die selbstbewusste, emanzipierte und offene Menschen heranwachsen lassen.“

Das war eine fantazztische Premiere, Circo!

Es ist einer der letzten heissen Sommertage des Jahres und im Zelt des Station Circus in Basel sitzen die ZuschauerInnen Knie an Knie. Die Tribüne ist bis auf den letzten Platz besetzt und die Stimmung aufgeheizt: Kaum betritt in der ersten Szene der lustige Postbote die Bühne, klatscht das Publikum begeistert mit. Was darauf folgt, ist ein fantastischer Zirkusabend, an dem nicht nur Jonglierkeulen spektakulär durch die Luft fliegen sondern auch ArtistInnen.

Das war eine fantazztische Premiere, Circo!

Es ist einer der letzten heissen Sommertage des Jahres und im Zelt des Station Circus in Basel sitzen die ZuschauerInnen Knie an Knie. Die Tribüne ist bis auf den letzten Platz besetzt und die Stimmung aufgeheizt: Kaum betritt in der ersten Szene der lustige Postbote die Bühne, klatscht das Publikum begeistert mit. Was darauf folgt, ist ein fantastischer Zirkusabend, an dem nicht nur Jonglierkeulen spektakulär durch die Luft fliegen sondern auch ArtistInnen.

Mit der Premiere am 31. August in Basel hat für den Jugendzirkus Circo Fantazztico die zweimonatige Europatournee 2019 gestartet. Dreizehn ArtistInnen und vier MusikerInnen sind Teil des diesjährigen Tournee-Ensembles. Zuhause in San Isidro, Costa Rica, hatten sie monatelang für das aktuelle Stück «Rondoland» trainiert. Für die meisten von ihnen ist es die erste Gelegenheit, ihr artistisches Können im Ausland zu zeigen. Nach den Schweizer Auftritten in Basel, Bern und Uster (Zirkus filacro) ist die Gruppe in Frankreich, Deutschland und Österreich unterwegs. Wir wünschen dem Circo Fantazztico eine grossartige weitere Europatournee!

Uns bleibt jetzt nur noch der Blick zurück mit den Bildern von Christian Jaeggi und dem Film von Julian Gresenz – euch beiden ein herzliches Dankeschön!

Für einen Auftakt mit vielen Lachern sorgt der charmante Postbote mit seinen geheimnisvollen Paketen.

Valeria Elizondo (hier als Schriftstellerin) ist seit sechs Jahren Teil des Circo Fantazztico.

Stürmige Zeiten im Pariser Cabaret Odeon, wo im Mai 1968 ArtistInnen, AktivistInnen und zwielichtige Gestalten aufeinander treffen.

Kevin Benavides (rechts im Bild) spielt Rodo, ein Idealist und unermüdlicher Kämpfer, der 1968 beschliesst, sein kleines Dorf zu verlassen und eine abenteuerliche Reise in ein fernes Land zu unternehmen.

Der Kampf um soziale Gerechtigkeit und Freiheit in Lateinamerika ist das zentrale Thema im Stück «Rondoland».

Neben sozialkritischen Themen bringt der Jugendzirkus immer auch beeindruckende Artistik auf die Bühne.

Gerade einmal 10 Jahre jung ist Axel Picado, der entweder durch die Luft fliegt…

…oder in schwindelerregender Höhe getragen wird. Der Träger Jeudy Estrada (unten) ist seit 13 Jahren Teil des Circo Fantazztico.

Dasselbe gilt für Byron Marin. Heute trainieren er und Jeudy selbst die jüngeren TeilnehmerInnen.

Manche Akrobatikszenen des Circo Fantazztico sind definitiv nichts für schwache Nerven.

Das Ensemble für die Europatournee setzt sich aus neuen und erfahrenen ArtistInnen zusammen. Dabei zählen aber nicht nur die artistischen Fähigkeiten, sondern auch, ob sich jemand gut in die Gemeinschaft des Circo Fantazztico einbringt und regelmässig die Schule besucht.

Die familiären Hintergründe der teilnehmenden Jugendlichen sind sehr unterschiedlich. Eine Geschichte ist jene von Adriana Bermudez – sie hat dem Uster Anzeiger ein Interview gegeben, welches ihr unter diesem Link lesen könnt.

Adriana (links) sammelt am Schluss der Aufführung die Kollekte ein. Diese fliesst direkt in das sozialpädagogische Zirkusprojekt des Circo Fantazztico in Costa Rica. An dieser Stelle Danke an alle UnterstützerInnen!

Das Zelt des Station Circus in Basel sorgt an diesem Abend für die perfekte Zirkusatmosphäre.

Adiós und bis zum nächsten Mal, Circo Fantazztico!