Engagement in der Schweiz

Wir unterstützen Organisationen und politische Initiativen in der Schweiz, wenn sie ein Ziel verfolgen oder ein Thema zum Inhalt haben, das in unseren Projekten und unserer Arbeit auch zentral ist. Das sind zum Beispiel soziale und ökologische Ziele oder generell der Kampf gegen sozial ungerechte Strukturen in der Schweiz und weltweit. Bei der Unterstützung von lokalen sozialen Organisationen mit einem Mitgliederbeitrag geht es uns zudem um die Vernetzung innerhalb der Region.

Anlaufstelle Sans-Papiers Basel

Die Anlaufstelle für Sans-Papiers Basel ist eine Beratungsstelle für Menschen ohne geregelten Aufenthalt. Sie bietet einen Raum, an dem sich Sans-Papiers austauschen können und sich sicher fühlen. Die Anlaufstelle unterstützt die Menschen mit professionellem Rat, bietet Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen und bei der Selbstorganisation. Die Schweizer Bevölkerung soll für die Situation der Sans-Papiers solidarisiert werden. Das Ziel ist es, bessere Lebensbedingungen für Menschen ohne Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu schaffen.

Wir unterstützen die Anlaufstelle Sans-Papiers Basel, da wir ihre Arbeit für die Menschen am Rande der Gesellschaft, die hier arbeiten und viel beitragen aber keine Rechte haben, als sehr wichtig erachten. Das Angebot ist niederschwellig und richtet sich nach den Bedürfnissen der betroffenen Menschen. Unsere Unterstützung geht in den Bereich Organisationsentwicklung, denn wir sind der Überzeugung, dass die Stärkung einer Organisation zentral ist, um langfristig gute und wichtige Arbeit zu leisten.

www.sans-papiers-basel.ch

SAG – Schweizer Allianz Gentechfrei

Die Schweizer Allianz Gentechfrei SAG ist eine Plattform der Diskussion, Information und Aktion für Organisationen und Einzelmitglieder, die der Gentechnologie kritisch gegenüberstehen. Sie ist Dachorganisation von rund 25 Schweizer Verbänden aus den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Tierschutz, Medizin, Entwicklungszusammenarbeit, Biologischer Landbau und KonsumentInnenschutz.

Mit der 1990 gegründeten Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie verbindet EcoSolidar seit den Anfängen eine Solidarität und wir unterstützen die Schweizer Allianz Gentechfrei SAG seit vielen Jahren mit einer Mitgliedschaft. In unseren Projekten z.B. in Afrika sehen wir, was gentechnisch verändertes Saatgut für die Kleinbauernfamilien bedeutet, da es langfristig grosse Kosten für Dünger und Pestizide mit sich bringt und die Böden unfruchtbar werden. Auch in der Schweiz stehen wir ein für einen Schutz vor gentechnisch veränderten Produkten.

www.gentechfrei.ch/de/

Verein soziale Ökonomie Basel – NetzBon

Der Verein Soziale Ökonomie Basel entwickelt auf lokaler und regionaler Ebene existenzsichernde, integrierte und basisdemokratisch ausgerichtete Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensformen. Er fördert lokale Märkte mit dem Kredo: «local work for local people using local resources» und orientiert sich an Kriterien von Ökologie und Nachhaltigkeit.

EcoSolidar ist Mitglied und unterstützt das alternative Zahlungsmittel NetzBon, das seit 2005 als Alternativwährung in der Region Basel genutzt wird. Die Mitglieder, Geschäfte und Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen in der Region Basel, nehmen NetzBon als Geld entgegen und können diese auch selbst nutzen. Diese Idee finden wir unterstützungswürdig, da einerseits eine lokale solidarische Vernetzung angestrebt wird und andererseits das Geld in Form des NetzBon ganz direkt funktioniert und unabhängig von der Geldwirtschaft ist.

www.netzbon.ch

Multiwatch

MultiWatch ist eine breite Koalition von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Gewerkschaften, Parteien und Organisationen der globalisierungskritischen Bewegung. MultiWatch wurde im März 2005 gegründet mit dem Ziel, multinationale Konzerne mit Sitz in der Schweiz zu beobachten, Menschenrechtsverletzungen durch diese zu dokumentieren und öffentlich bekannt zu machen sowie den Kampf der Betroffenen für Gerechtigkeit zu unterstützen.

Multiwatch unterstützen wir seit mit einem Unterstützungsbeitrag, da wir auch der Überzeugung sind, dass multinationale Konzerne die Menschenrechte einhalten und für die Verletzung von Menschenrechten zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Wir sehen auch in unserer Projektarbeit solche Ungerechtigkeiten, wenn beispielsweise in Peru Minen grosser Konzerne die Flüsse verseuchen und die Menschen kein sauberes Trinkwasser mehr haben. Oder wenn multinationale Konzerne in Kambodscha Indigenen Land wegnehmen, das für sie Nahrungsquelle und ein spiritueller Ort in einem ist, um Kautschukplantagen zu pflanzen.

www.multiwatch.ch

Konzernverantwortungsinitiative

Darum geht es auch bei der Konzernverantwortungsinitiative: Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen bei ihren Geschäften und denen ihrer Tochterfirmen sicherstellen, dass sie die Menschenrechte respektieren und Umweltstandards einhalten. Verstösse müssen Konsequenzen haben und Konzerne sollen für verursachte Schäden haften. Menschen, die im Ausland von Konzernen geschädigt wurden, sollen in der Schweiz eine Klage einreichen können.

Diese Initiative unterstützen wir mit einem Beitrag im Jahr 2020, da sie ein konkretes rechtliches Vorgehen anstrebt, um Verletzungen von Menschenrechten durch multinationale Konzerne, wie sie Multiwatch dokumentiert, gesetzlich zu ahnden. Sie soll dazu beitragen, dass gegen solche Ungerechtigkeiten gegenüber Menschen in Ländern des Globalen Südens, die nicht vom eigenen Staat geschützt werden und keine Chance haben, sich vor Gericht Gehör zu verschaffen, vorgegangen werden kann.

www.konzern-initiative.ch

Schweizer Koalition Recht auf Saatgut

Die Schweizer Koalition Recht auf Saatgut setzt sich dafür ein, dass Bauern und Bäuerinnen in Ländern des Globalen Südens die Verfügungsgewalt über ihr Saatgut nicht verlieren. Die vielfältigen, bäuerlichen Saatgutsysteme sind Garant für Ernährungssicherheit und biologische Vielfalt. Deshalb setzt sich die Koalition dafür ein, dass Recht auf Saatgut langfristig anerkannt und nicht durch Freihandelsabkommen eingeschränkt oder zerstört werden.

Dieses Anliegen unterstützt EcoSolidar, weil das Recht auf Saatgut auch in all unseren Biolandbauprojekten ein Thema ist. Von Indien wissen wir, wie gross die Abhängigkeit von Saatgutfirmen sein kann und wie sehr die Bauernfamilien durch die Abhängigkeit vom Kauf von Saatgut, Dünger und giftigen Pestiziden in den Abgrund gedrängt werden. In unseren Biolandbauprojekten in Malawi erleben wir, was der andere Weg sein kann, wenn Kleinbauernfamilien lokales Saatgut benutzen und mit selbst hergestelltem Kompost und schädlingsabweisenden Pflanzen gute Erträge erzielen und sich gesünder ernähren können.

www.recht-auf-saatgut.ch