Permakultur-Schulgarten Unterricht

Ernährungssicherheit durch nachhaltige Landwirtschaft

Im Norden Malawis arbeitet unsere Partnerorganisation ASUD mit Primarschulen und Dorfgemeinschaften zusammen, um Ernährungssicherheit und nachhaltige Lebensgrundlagen zu stärken. Durch die Förderung nachhaltiger und klimaresilienter Landwirtschaft bekämpft ASUD gemeinsam mit den Gemeinden Hunger und Mangelernährung.

Ernährungssicherheit durch nachhaltige Landwirtschaft in Malawi

Im Distrikt Mzimba im Norden Malawis arbeitet unsere Partnerorganisation ASUD (Action for Sustainable Development) mit Primarschulen und Dorfgemeinschaften zusammen, um die Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen von Kleinbauernfamilien nachhaltig zu verbessern.

Die Zusammenarbeit zwischen ASUD und EcoSolidar begann 2018 mit einem Pilotprojekt an der Primarschule in Ng’ongo. Seither wurde der Ansatz kontinuierlich weiterentwickelt und auf weitere Schulen und Dorfgemeinschaften ausgeweitet.

Viele Familien leben von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Gleichzeitig führen Bodenerosion, ausgelaugte Böden und die zunehmenden Folgen des Klimawandels immer häufiger zu Ernteausfällen und Nahrungsmittelknappheit.

Das Projekt verbindet Schulen, Gemeinden und praktische Ausbildungsangebote. Sieben Primarschulen dienen als Lernorte für nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungsbildung. In Schulgärten lernen Kinder, Lehrpersonen und Eltern gemeinsam agrarökologische Methoden kennen – etwa Kompostierung, Mischkulturen, wassersparende Anbaumethoden und vielfältigen Gemüseanbau. Die Familien setzen dieses Wissen anschliessend in ihren Hausgärten und auf ihren Feldern um.

Ergänzend dazu bietet das Ausbildungszentrum ACIC (ASUD Centre for Innovation and Climate-friendly Agriculture) praxisnahe Schulungen zu klimaresilienter Landwirtschaft, Boden- und Wassermanagement, Agroforstsystemen und nachhaltiger Tierhaltung an.

Das Projekt unterstützt zudem die Regeneration degradierter Landschaften durch Massnahmen wie Erosionsschutz, Agroforstwirtschaft und natürliche Bodenverbesserung.

So entstehen langfristige Strukturen, die nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit dauerhaft in Gemeinden und Schulen verankern.

THOMAS NGWIRA

Geschäftsleiter von ASUD, Malawi

„Ich liebe es, mit ländlichen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten und Lösungen zu suchen im Bereich Ernährungssicherheit, Ernährungsweise und Umwelt. Insbesondere die Arbeit mit Frauen und Kindern liegt mir am Herzen. Ich habe gelernt, dass von der Förderung der Frauen der gesamte Haushalt profitiert, da sie direkt für das Wohl der Familie verantwortlich sind. Ebenso profitiert die Gemeinschaft langfristig von der Förderung der Kinder. Eines der Grundprinzipien unserer Arbeit in den Gemeinden ist die Überzeugung, dass jede Frau das Recht und die Fähigkeit hat, selbst über ihr Leben zu bestimmen; unsere Rolle ist es, diesen Entscheidungsprozess zu erleichtern.“

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