
Indigene Jugendliche stärken – Bildung und Identität fördern
Immer mehr Jugendliche aus indigenen Gemeinschaften im peruanischen Amazonasgebiet ziehen für eine Ausbildung nach Puerto Maldonado. Viele stehen dabei vor sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Unsere Partnerorganisation FENAMAD begleitet die Jugendlichen in ihrer persönlichen Entwicklung, stärkt ihre kulturelle Identität und unterstützt sie auf ihrem Bildungsweg.
Unsere Partnerorganisation FENAMAD (Federación Nativa del Río Madre de Dios y Afluentes) unterstützt indigene Jugendliche aus der Amazonasregion Madre de Dios in Peru, die ihre Gemeinschaften verlassen, um eine weiterführende Schule oder eine Ausbildung in der Stadt zu besuchen. Ziel des Projekts ist es, diese jungen Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und ihnen bessere Bildungs- und Zukunftsperspektiven zu eröffnen.
Viele Jugendliche stehen beim Wechsel aus ihren indigenen Gemeinschaften in die Stadt vor grossen Herausforderungen: Sie müssen sich an ein neues Umfeld anpassen, erfahren Diskriminierung und verfügen oft über begrenzte finanzielle und soziale Unterstützung.
Das Projekt begleitet die Jugendlichen auf verschiedenen Ebenen. Neben akademischer Unterstützung und Lernbegleitung erhalten sie psychosoziale Betreuung und Unterstützung bei ihrer Berufs- und Lebensplanung. Gleichzeitig werden ihre kulturelle Identität und ihr Wissen gestärkt – etwa durch kulturelle Begegnungen, handwerkliche Aktivitäten und den Austausch zwischen Gemeinschaften.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung junger indigener Führungspersönlichkeiten und auf der Stärkung einer interkulturellen und zweisprachigen Bildung in den Herkunftsgemeinden. So sollen junge Menschen ihre Zukunftsperspektiven erweitern und gleichzeitig ihre kulturellen Wurzeln bewahren.
Das Projekt verbindet Bildung, persönliche Entwicklung und kulturelle Identität und trägt dazu bei, dass indigene Jugendliche ihr Leben selbstbestimmt gestalten können.

Alfredo Vargas Pio
Geschäftsleiter von FENAMAD, Peru
„Die FENAMAD setzt sich für Rechts- und Chancengleichheit ein und respektiert dabei immer die Autonomie der indigenen Gemeinschaften, die sie vertritt. Wir stärken indigene Frauen in Führungspositionen und setzen uns für bessere Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten indigener Jugendlichen ein. Es ist wichtig, unseren Gebieten und Gemeinschaften Rechtssicherheit zu geben. Die Verwaltungskapazitäten, die dafür nötig sind, haben wir. Die isolierten indigenen Gemeinschaften sind in Gefahr, da ihre Gebiete vom Bergbau in Mitleidenschaft gezogen werden. Als Vertreter dieser Gemeinschaften wollen wir uns für einen Staat einsetzen, der unsere Rechte respektiert. “


