Nach der Generalversammlung zeigen wir auf Leinwand Fotografien und einen Kurzfilm aus unseren beiden Projekten in Kambodscha und erzählen von unserem Projektbesuch vor Ort im Oktober 2018. Die Präsentation vermittelt einen aktuellen Einblick in beide Projekte. Im Osten Kambodschas bietet der Biolandbau den von Land-Grabbing betroffenen indigenen Kleinbauern und -bäuerinnen eine alternative Lebensgrundlage.
Einladung zur Generalversammlung
Die Generalversammlung findet statt am:
Montag, 6. Mai 2019, 20.00 Uhr Im Bahnhofbuffet Zürich Au Premier, Salon Rudolf
Traktanden
Protokoll der GV 2018
Abnahme Leistungsbericht, Jahresrechnung und Revisionsstellenbericht 2018
Wahlen: Vorstand und Revisionsstelle
Festsetzung des Mitgliederbeitrages
Projekte: aktueller Stand und Strategie
Varia
Anträge und Kandidaturen müssen bis vier Wochen vor der GV eingereicht werden. Mitglieder haben an der GV Stimmrecht, es sind aber alle Spender und Spenderinnen herzlich dazu eingeladen.
Foto- und Filmpräsentation Kambodscha
Nach der Generalversammlung zeigen wir auf Leinwand Fotografien und einen Kurzfilm aus unseren beiden Projekten in Kambodscha und erzählen von unserem Projektbesuch vor Ort im Oktober 2018. Die Präsentation vermittelt einen aktuellen Einblick in beide Projekte. Im Osten Kambodschas bietet der Biolandbau den von Land-Grabbing betroffenen indigenen Kleinbauern und -bäuerinnen eine alternative Lebensgrundlage. In Kampong Cham erhalten Kinder und Jugendliche in Not die Chance auf Schulbildung und eine Ausbildung. 2018 wurde dort das Sozialunternehmen „Hanchey Bamboo Resort“ eröffnet, welches zusätzliche Ausbildungsplätze in Hotellerie und Gastronomie für Jugendliche bietet.
Auf einer Anhöhe etwas ausserhalb von Kampong Cham, im Osten von Kambodscha, thront das «Hanchey Bamboo Resort». Der Blick über den Mekong ist spektakultär und zieht Gäste aus dem In- und Ausland an, die hier die Seele baumeln lassen wollen.
Hanchey Bamboo Resort: Tourismus als Chance
Auf einer Anhöhe etwas ausserhalb von Kampong Cham, im Osten von Kambodscha, thront das «Hanchey Bamboo Resort». Der Blick über den Mekong ist spektakultär und zieht Gäste aus dem In- und Ausland an, die hier die Seele baumeln lassen wollen. Doch «Hanchey» ist viel mehr als ein Ferienparadies: Hier können Jugendliche aus sehr armen und problematischen Verhältnissen eine Ausbildung in Gastronomie oder Hotellerie absolvieren. Ausbildungsplätze, die in der Region um Kampong Cham dringend gebraucht werden. Für EcoSolidar und unseren Projektpartner BSDA war die Eröffnung im Herbst 2018 ein Meilenstein.
Die jungen Auszubildenden haben aufgrund ihrer präkeren Lage die Schule abgebrochen. Neben der eineinhalbjährigen Praxisausbildung bietet BSDA ihnen eine Unterkunft und die Möglichkeit, die verpasste Grundschulbildung nachzuholen. Das Resort funktoniert dabei als Sozialunternehmen: Die Einnahmen fliessen zurück in die BSDA-Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche in Not.
Am 13. Oktober 2018 wurde das Resort feierlich eröffnet. Über 500 Gäste waren anwesend, darunter der Provinzgouverneur (hier im Bild), BewohnerInnen aus der Nachbarschaft, JournalistInnen und Reiseanbieter, Wirtschaftsvertreter und buddhistische Mönche, das Team von BSDA und viele junge Menschen, welche gerade eine Berufslehre bei BSDA abgeschlossen oder vor kurzem ihre Ausbildung begonnen hatten.
Die einzigartige Architektur und Lage des Resorts laden zu einem Aufenthalt der besonderen Art ein. Neben einer fantastischen Küche werden verschiedene Aktivitäten angeboten: Tägliche Yoga- und Meditationskurse in der prächtigen «Lotus Hall», Kochkurse, Ausflüge in Nachbardörfer und zu Tempeln oder die Erkundung von Mekong-Inseln per Fahrrad – alles weitab der Touristenströme. Wer an einem Aufenthalt im «Hanchey Bamboo Resort» Interesse hat, findet aktuelle Angebote und Informationen auf Facebook oder Booking.com.
Zwei Jahre lang dauerte die Bauphase. BSDA hat dabei auf ein absolut nachhaltiges Konzept gesetzt: Gebaut wurde mit Bambus und lokaler Erde.
DorfbewohnerInnen aus Hanchey wurden in der besonderen Bautechnik ausgebildet und sind heute gesuchte Arbeitskräfte im In- und Ausland. Für die Gemeindeentwicklung von Kampong Cham ist das Retraitenzentrum auch deshalb von grosser Bedeutung.
In diesem Film (2016) nehmen wir Sie mit auf eine Velotour von Kampong Cham nach Hanchey: muss neu verlinkt werden
Im Rahmen einer Weiterbildungs- und Vernetzungsreise kam unser Projektpartner Neth Prak aus Kambodscha im Januar 2019 in die Schweiz. Auf Besuchen bei verschiedenen Institutionen und Partnern tauschte er sich über Themen wie Land-Grabbing, Biolandbau und Vermarktung aus. Mit einer Fachpersonen besprach er Fragen zur Organisationsentwicklung.
Besuch von Neth Prak in der Schweiz
Im Rahmen einer Weiterbildungs- und Vernetzungsreise kam unser Projektpartner Neth Prak aus Kambodscha im Januar 2019 in die Schweiz. Auf Besuchen bei verschiedenen Institutionen und Partnern tauschte er sich über Themen wie Land-Grabbing, Biolandbau und Vermarktung aus. Mit einer Fachpersonen besprach er Fragen zur Organisationsentwicklung. Daneben bot ihm sein Besuch die Chance, Aufmerksamkeit auf die verzweifelte Situation der Bunong zu lenken, die international kaum Beachtung findet. In Luzern, Zürich und Basel zeigte er dazu den Film „The Last Refuge“, an dem er mitgearbeitet hat. Die Filmvorführungen stiessen auf grosses Interesse und ermöglichten einen persönlichen Austausch mit Neth Prak. Wir blicken zurück auf eine spannende Woche:
Am Abend fand die erste Filmvorführung statt. „The Last Refuge“ führt in die Lebenswelt der Bunong ein und dokumentiert, wie der Verlust des Landes ihre Existenz und ihre Identität bedroht. Im Anschluss an den Film gab es viele Fragen aus dem Publikum und Neth Prak erzählte von seinem Widerstand gegen die internationalen Kautschukfirmen und wie er mit seiner Organisation BIPA auf eine friedliche Art und Weise für das Überleben der Bunong kämpft.
Weitergereist sind wir zu Erboristi Lendi, einem Unternehmen, das biologische Kräuter, Gewürze und Tee importiert. Mit Peter Lendi tauschte sich Neth Prak über Vermarktungs- und Zertifizierungsfragen aus und profitierte von der langjährigen Erfahrung, die dieser in der Zusammenarbeit mit Kleinbauerngruppen weltweit hat. Im Anschluss daran übernachteten wir auf dem Bauernhof Azienda e Agriturismo Il Mugnaio Zanetti. Familie Zanetti gab uns eine spannende Führung durch den Hof und zeigte grosses Interesse an der Arbeit von Neth Prak und dem Schicksal der Bunong.
Bei ProSpezieRara in Basel tauschte sich Neth Prak mit Esther Meduna über die Bedeutung und den Schutz der Sortenvielfalt aus.
Esther Meduna zeigte uns die Samenbibliothek von ProSpezieRara und erklärte wie die Vermehrung und Erhaltung der Pflanzen über ein Netzwerk von freiwilligen HobbygärtnerInnen funktioniert.
Im Basler kult.kino Atelier freuten wir uns über einen vollen Kinosaal und eine spannenden Diskussion im Anschluss.
Im Zürcher Kino Houdini wurden wir vom grossen Interesse überrascht und mussten den Film zweimal zeigen. Die Gespräche fanden daher improvisiert in der Lounge statt. Wir danken für das Verständnis.
Der Besuch von Neth Prak bot viel Gelegenheit zum Austausch, was für unsere Projektpartnerschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen und Verständnis basiert, sehr wichtig ist. Wir möchten uns bei allen herzlich bedanken, die diesen Besuch und den interessanten Austausch ermöglicht haben.
«Heute waren wir in den staubigen Hügeln von Jicamarca unterwegs. Läuft man durch diese karge Gegend, glaubt man kaum, auf eine so energievolle & positive Gruppe zu treffen, wie wir sie mit den «Pioneras» kennengelernt haben. Die Umgebung verschwindet und es entsteht ein Raum, wo Solidarität und Freundschaft stark spürbar werden.»
Jasmin bei den Pioneras
«Heute waren wir in den staubigen Hügeln von Jicamarca unterwegs. Läuft man durch diese karge Gegend, glaubt man kaum, auf eine so energievolle & positive Gruppe zu treffen, wie wir sie mit den «Pioneras» kennengelernt haben. Die Umgebung verschwindet und es entsteht ein Raum, wo Solidarität und Freundschaft stark spürbar werden.»
Als Praktikantin bei EcoSolidar hat Jasmin Schraner im letzten Jahr viel über unsere Projekte erfahren. Wir freuen uns sehr, dass sie in ihren Semesterferien eines besuchen konnte! Diese Fotos hat sie uns aus Peru geschickt und kommentiert. «Las Pioneras» ist ein neues Projekt von EcoSolidar in Peru.
Jicamarca ist eine karge Gegend am Rande von Lima. Grundlegende Infrastruktur wie Wasserversorgung ist hier kaum vorhanden, was das Leben schwierig macht. In den letzten zwei Jahren hat sich hier eine Frauengruppe gebildet, die den stolzen Namen „Las Pioneras“ – die Pionierinnen – trägt.
Gemeinsam mit Tabita, Mitinitiantin der Partnerorganisation INDEMNNA, fahren wir mit Zug und Bus nach Jicamarca.
In Jicamarca werden wir von den Compañeras, wie sich die Frauen untereinander nennen, und ihren Kindern erwartet. In der Vorstellungsrunde kommen alle zu Wort, auch die Kinder. Dass sie ebenso einbezogen und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden, ist zentral für das Projekt, erklärt uns Tabita, die Projektleiterin. Wir spüren das starke Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe – und den Stolz, Teil von etwas besonderem zu sein. Nein, etwas wie die Pioneras gebe es weit und breit nicht, sagt Gloria, die mit ihrer Tochter am Treffen teilnimmt.
Wir besuchten die Kleinunternehmen von zwei Compañeras. Das ist Vicky, die ein Recycling-Kleinunternehmen aufbaut. INDEMNNA unterstützt sie bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsideen und leistete finanzielle Starthilfe. Ein Ziel von Vicky ist, dass sie schon bald andere Compañeras bei sich anstellen kann.
Vicky kauft Plastiksäcke ein, die sie dann säubert, zum Beispiel von Bostitch. Die sauberen Plastiksäcke kann sie an ein Recyclingunternehmen verkaufen. In Jicamarca ist es extrem schwierig Arbeit zu finden. Für Vicky ist das ein Schritt in die Unabhängigkeit.
Wir besuchten auch Eulalia (rechts) in ihrer kleinen Schneiderei. INDEMNNA unterstützte auch sie bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee und leistete finanzielle Starthilfe.
Hier sind wir im Schneiderei-Atelier von Eulalia.
Eulalia pflanzt vor ihrem Haus Blumen und Kräuter. Tabita freut sich über die Begrünung, welche in dieser kargen Gegend besonders auffällt. Es ist so beeindruckend zu sehen, wie viel entstehen kann trotz der schwierigen Bedingungen in Jicamarca und den vielen weiteren Hürden, welche die Frauen überwinden müssen. Dass sie das hierfür nötige Vertrauen in sich und ihre Fähigkeiten gewinnen, ist ein wichtiges Ziel des Projekts.
In Mondulkiri/Kambodscha ist die indigene Gemeinschaft der Bunong betroffen von Land-Grabbing durch internationale Kautschukfirmen. Sie kämpfen für ihre Rechte und suchen gleichzeitig Alternativen für ihre Existenzsicherung. Unser lokaler Projektpartner BIPA unterstützt die Bunong, indem er ihnen technisches Know-how in organischem Landbau vermittelt. BIPA berät die Bauern bei der Produktion und Vermarktung von Cash Crops wie Pfeffer und Cashew Nüssen sowie der Herstellung von Kompost und natürlichen Pestiziden. Die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen können so unabhängig von teuren, chemischen Produkten produzieren und werden in ihrer Unabhängigkeit gestärkt. Die Mitarbeitenden von BIPA sind alle Bunong. Durch ihre Arbeit wird die Gemeinschaft zusätzlich gestärkt und es werden neue Perspektiven für die Bauern geschaffen.
Fotoreportage aus dem Projekt in Kambodscha
Die Kleinbäuerin Singeab lernte bei BIPA, organischen Kompost herzustellen. Sie verteilt ihn um ihre jungen Pfefferpflanzen.
Pokhat ist ein «Dünger-Pionier». Er mischt seinen flüssigen Dünger aus Kürbis, Papaya und Büffelkot mit menschlichem Urin, was sich gut auf seine Pfefferpflanzen auswirkt. Auch Pokhat hat an den Trainings von BIPA teilgenommen.
Riesige Kautschuk Monoplantagen ziehen sich über das Land der Bunong und erzählen die gewaltsame Geschichte des Land-Grabbings. Neth Prak, Gründer und Geschäftsführer von BIPA, führte uns durch eine Plantage und erzählte uns, wie sich der Land-Konflikt auf die Bunong auswirkt.
Die Bunong kämpfen um ihr Land und versuchen, sich alternativ eine Existenz als sesshafte Kleinbauern aufzubauen. Viele setzen auf Pfeffer als Cash Crop, der bereits das Landschaftsbild prägt.
Unser Projektpartner BIPA berät Bauernfamilien aus sieben Dörfern und zeigt ihnen Methoden des organischen Landbaus. Ming und Nhong fahren mit dem Motorrad von Haus zu Haus.
BIPA-Gründer Neth Prak versammelt die Gemeinschaft, um sich mit ihr über ihre Bedürfnisse auszutauschen. Die Nachfrage nach den Trainings und Beratungen in organischem Landbau ist gross.
Die Landrechtsproblematik schürt auch Konflikte innerhalb der Bunong. Unser Projektpartner Neth Prak sieht sich als Vermittler innerhalb der Gemeinschaft. BIPA ist zudem in einen offiziellen Dialog-Prozess mit den Kautschukfirmen involviert.
Diese Kleinbäuerin erntet frisches Gemüse, das organisch hergestellt wurde. Das Feld ist Gemeinschaftsland. Es dient zu Demonstrationszwecken und die Ernte gehört allen die darauf mitarbeiten.
Die indigene Gemeinschaft der Bunong ist betroffen von Land-Grabbing durch internationale Kautschukfirmen. Der Verlust ihres Landes zwingt die Bunong sesshaft zu werden und den Schwendbau, ihre bisherige Anbauweise, aufzugeben.
Die Bunong kämpfen um ihre Zukunft
Die indigene Gemeinschaft der Bunong ist betroffen von Land-Grabbing durch internationale Kautschukfirmen. Der Verlust ihres Landes zwingt die Bunong sesshaft zu werden und den Schwendbau, ihre bisherige Anbauweise, aufzugeben. Unsere Partnerorganisation BIPA (Bunong Indigenous People Association) erkannte im Biolandbau eine alternative Landwirtschaftsform, mit welcher die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern das wenige Land, das ihnen noch bleibt, ertragreich bewirtschaften können. Neben der Existenzsicherung bringt der Biolandbau die Bunong dazu, wieder zusammen zu arbeiten und stärkt so die Gemeinschaft.
Projektbesuch in Kambodscha
Singeab Kleok Keo ist überzeugt vom Biolandbau. An einer Dorfversammlung erzählt sie von den Chancen, die der Biolandbau für die Zukunft bietet. Singeab ist eine langjährige Mitkämpferin bei BIPA und ein wichtiges Bindeglied zwischen BIPA und den Dorfgemeinschaften.
Singeab ist 30 Jahre alt und hat vier Kinder. Ihr Vater hat sich während dem Vietnamkrieg, den Roten Khmer und der vietnamesischen Besatzung für die Bunong-Gemeinschaft eingesetzt und auch Singeab will für die Zukunft der Bunong kämpfen.
Singeab hat bei BIPA gelernt, biologischen Kompost herzustellen. Sie verteilt ihn um ihre jungen Pfefferpflanzen herum. Sie und ihr Mann besitzen ein Pfefferfeld, auf dem sie biologischen Pfeffer anbauen und sie sind an einem Reisfeld beteiligt, das mehrere Familien zusammen bearbeiten.
Manchmal hilft Singeab ihrem Mann auf dem Reisfeld. Meistens bleibt sie aber im Dorf bei den Kindern und kümmert sich um die Pfefferpflanzen.
Die Frauen aus Singeabs Familie haben eine besondere Aufgabe: Sie sind verantwortlich für die Reis-Geister. Um eine gute Ernte zu erbitten, führt Singeab eine aufwändige Zeremonie im Reisfeld durch. Das Verhältnis zur spirituellen Welt ist für die Bunong von grosser Bedeutung und direkt mit ihrem Land verbunden. Die Achtung und der Respekt vor der Natur sind allgegenwärtig.
Fassungslos müssen die Bunong zusehen, wie immer mehr Wald zerstört wird. Mit grossen Maschinen werden wertvolle Bäume aus dem Wald gebracht.
Neth Prak ist erschüttert von der verzweifelten Situation seiner Gemeinschaft. Deshalb hat er einen Verein gegründet, der sich für die Zukunft der Bunong einsetzt. Neben der Existenzsicherung ist der Biolandbau auch ein Weg zum Frieden. Die Landproblematik schürt Konflikte innerhalb der Gemeinschaft. Der Biolandbau bringt die Bunong wieder dazu zusammenzuarbeiten.
Die Welt der Geister und Ahnen ist in ihrer Vorstellung fest mit dem Wald verbunden. Diese Grabstätte liegt in einem kleinen Stück Wald, das den Landenteignungen noch nicht zum Opfer gefallen ist.
Neben den Monoplantagen entstehen neue Siedlungen mit Häusern, in denen die Angestellten der Kautschukfirmen leben
Neth besucht die Familien regelmässig zuhause und tauscht sich mit ihnen aus. Dieser Bauer pflanzt seit kurzem Sacha Inchi. Mit Neth unterhält er sich über natürliche Pestizide.
Nhong Prak und Ming Chuy sind angestellt bei BIPA. Sie beraten die Bauern in technischem Know-How. Im Biolandbau finden die Indigenen eine Alternative für ihre Existenzsicherung und Zuversicht und Hoffnung für ihre Gemeinschaft.
Ming und Nhong fahren mit dem Motorrad von Haus zu Haus und zeigen den Bauernfamilien aus sieben Dörfern Methoden des biologischen Landbaus.
Kros Sok (links) hat bei BIPA gelernt, biologischen Dünger herzustellen. Seine Dorfgemeinschaft bewirtschaftet gemeinsam ein Pfefferfeld mit 600 Pfefferstangen. Der Ertrag wird unter allen aufgeteilt und etwa für Schulgebühren und Spitalkosten verwendet. Auch das Gemüsefeld daneben ist Gemeinschaftsland und die Ernte gehört allen, die darauf mitarbeiten.
Diese ältere Frau wird von BIPA darin beraten, wie sie zuhause biologisches Gemüse anpflanzen kann. Sie pflanzt auch viel Knoblauch, den sie liebt.
Pokhat Seav ist ein „Dünger-Pionier“: Er mischt seinen flüssigen Dünger aus Kürbis, Papaya und Büffelkot mit menschlichem Urin, was sich gut auf seine Pfefferpflanzen auswirkt. Pokhat wurde zu Beginn von seinen Nachbarn ausgelacht. Heute lacht niemand mehr über seine Dünger-Erfindung, denn Pokhats Pfefferpflanzen wachsen
Neth im Garten einer Bäuerin, die mit der Beratung durch BIPA zum ersten Mal Sacha Inchi anpflanzt. Neth Prak besucht die Bauernfamilien regelmässig zuhause und tauscht sich mit ihnen aus.
Neth unterhält sich mit einem Bauer über den aktuellen Stand der Landrechtsforderungen, die er gegenüber den Firmen vertritt. Die Bunong vertrauen Neth, weil er ihre Anliegen ernst nimmt und seine Versprechen hält. Sie respektieren ihn als Vermittler innerhalb ihrer Gemeinschaft und als Vertreter der Bunong im offiziellen Dialogprozess mit den Kautschukfirmen.
Regelmässig versammeln sich Bäuerinnen und Bauern aus den umliegenden Dörfern im Büro von BIPA. Hier werden wichtige Themen wie Anbaupraktiken und Vermarktung von Produkten wie Avocado, Pfeffer und Sacha Inchi besprochen. Viele Bunong pflanzen heute Pfeffer an, den sie gut verkaufen können. Das gibt ihnen eine gewisse Sicherheit in ihrer sehr verletzlichen Situation rund um den Landverlust. Sie müssen jedoch ihren landwirtschaftlichen Anbau weiter diversifizieren. Deshalb zieht BIPA verschiedenartige Setzlinge auf, die den Bäuerinnen und Bauern zu einem günstigen Preis verkauft werden.
Durch die Erträge aus dem Permakulturgarten erhalten die fast 500 Schüler und Schülerinnen ausgewogene Mahlzeiten. Gleichzeitig ist der Garten ein Lernfeld der biologischen Landwirtschaft:
Spendenaktion Schulbrunnen
EcoSolidar will 4’500 Franken sammeln, damit an der Schule in Ng’ongo ein Tiefbohrbrunnen gebaut werden kann. Die Gemeinde Ng’ongo liegt im Norden von Malawi, wo Hunger und Mangelernährung weit verbreitet sind. Seit zwei Jahren verfügt die örtliche Schule über einen Permakulturgarten – ein erfolgreiches Projekt unserer Partnerorganisation ASUD. Von diesem Schulgarten profitiert die ganze Umgebung. Doch die schwierige Wassersituation erschwert das Projekt: In Ng’ongo gibt es bis jetzt keinen direkten Wasserzugang.
Worum geht es beim Permakulturgarten?
Durch die Erträge aus dem Permakulturgarten erhalten die fast 500 Schüler und Schülerinnen ausgewogene Mahlzeiten. Gleichzeitig ist der Garten ein Lernfeld der biologischen Landwirtschaft: ASUD will der lokalen Bevölkerung zeigen, wie durch Permakultur Hunger und Mangelernährung mit lokal verfügbaren Mitteln und wenig Geld bekämpft werden können. Die Menschen von Ng’ongo und Umgebung lernen, wie sie organischen Dünger produzieren können und einheimische Pflanzen mit hohem Nährwert richtig anbauen. Dieses Wissen wird in die umliegenden Dörfer weitergetragen, wo eigene Permakulturgärten
Warum braucht es einen Schulbrunnen?
Die Schule benötigt das Wasser für die Pflege des Permakulturgartens, aber auch zum Trinken, Kochen, Putzen und für die tägliche Hygiene wie Händewaschen. Der nächstgelegene Brunnen befindet sich im Nachbarsdorf, zu Fuss eine Viertelstunde entfernt. Es ist einer von zwei Brunnen in der Gegend, weshalb es zu langen Wartezeiten kommt. Die SchülerInnen müssen jeden Tag anstehen, Wasser holen und zur Schule zurücktragen. Hinzu kommt, dass der Brunnen häufig defekt ist und die Schule dann auf verschmutztes Wasser aus einer offenen Wasserstelle zurückgreifen muss.
ASUD möchte das ändern und in unmittelbarer Nähe der Schule in Ng’ongo einen Tiefbohrbrunnen bauen, der den unkomplizierten Zugang zum Grundwasser ermöglicht. Das erleichtert das Leben der SchülerInnen und LehrerInnen, ermöglicht die einfache Pflege des Permakulturgartens und verbessert die Hygienestandards enorm.
Hilf mit und unterstütze den Bau des Schulbrunnens mit einer Spende!
So spendest du schnell und sicher mit deinem Handy:
Wähle einen Betrag, den du gerne spenden möchtest.
Schreibe eine SMS mit dem Text Brunnenund dem entsprechenden Betrag.
Sende diese SMS an die Nummer 488.
Der Betrag wird deiner Handyrechnung belastet.
Beispiel: Für eine Spende von 20 Franken schreibst du Brunnen 20 und schickst das SMS an die Nummer 488. Du erhältst dann umgehend eine Eingangsbestätigung per SMS.
Alternativ kannst du auch auf unserer Spendenseite für den Schulbrunnen spenden.
Deine Spende hat eine dreifache Wirkung:
Die Gesamtsituation der Schule verbessert sich durch den einfachen Zugang zu sauberem Wasser, das trinkbar ist und auch zum Händewaschen und Reinigen genutzt werden kann.
Der Permakulturgarten von Ng’ongo kann weiter bestehen und ausreichend bewässert werden.
Auch die lokale Bevölkerung von Ng’ongo und den umliegenden Dörfern kann den Brunnen mitnutzen.
Verfolge die Schulbrunnen-Aktion auf der EcoSolidar-Facebookseite oder abonniere unseren Newsletter und bleibe so auf dem Laufenden.
Herzlichen Dank für deine Unterstützung …oder wie man in Malawi sagt: Zikomo!
Die Schülerinnen und Schüler müssen im benachbarten Dorf das Wasser für die Schule holen. So verlieren sie Zeit, die sie stattdessen in der Schule verbringen könnten.
Der Permakulturgarten spielt im Unterricht eine wichtige Rolle. Wann immer möglich findet der Unterricht dazu direkt im Garten oder auf dem Feld statt.
Auch weitere Fächer finden an der Schule in Ng’ongo manchmal draussen statt.
Im Permakulturgarten wachsen einheimische Pflanzensorten: Früchte und Gemüse, aber auch schädlingsabweisende und medizinische Pflanzen.
Reichlich Bananen wachsen direkt neben der Schule und können von den Schülerinnen und Schülern gegessen werden.
Die Schülerinnen und Schüler müssen täglich am Brunnen im Nachbardorf anstehen. Manchmal warten sie bis zu 20 Minuten.
Wenn der stark frequentierte Brunnen im Nachbardorf defekt ist, müssen sie auf das Wasser einer offenen Wasserstelle zurückgreifen.
Auch zum Kochen braucht es Wasser: Mit den Erträgen des Permakulturgartens kann die Schule den Kindern ausgewogene Mahlzeiten bieten. Aus dem Mais wird beispielsweise das traditionelle Gericht Nsima gekocht.
Ein Lehrer erklärt die Kompostherstellung vor einem der beiden grossen Kompostlöchern bei der Schule.
Das Dorf Ng’ongo liegt in einer abgelegenen, ländlichen Region im Norden von Malawi.
Mit dem Auto ist es nur schwer zu erreichen.
Eine Bäuerin zeigt ihren eigenen Permakulturgarten: Auch die Menschen von Ng’ongo und Umgebung lernen im Projekt, wie sie organischen Dünger produzieren können und einheimische Pflanzen mit hohem Nährwert richtig anbauen.
Blick in das Dorf Ng’ongo.
Seit zwei Jahren betreibt unsere Partnerorganisation ASUD den Permakulturgarten bei der Schule in Ng’ongo.
Im August 2018 besuchte ich unsere Projekte in Peru: das Radioprojekt an Landschulen in Cusco und die indigenen Studierenden in Puerto Maldonado. Besonders beeindruckt haben mich die Besuche in zwei indigenen Dorfgemeinschaften woher die jungen Studierenden herkommen.
Projektbesuch in Peru
Im August 2018 besuchte ich unsere Projekte in Peru: das Radioprojekt an Landschulen in Cusco und die indigenen Studierenden in Puerto Maldonado. Besonders beeindruckt haben mich die Besuche in zwei indigenen Dorfgemeinschaften woher die jungen Studierenden herkommen. Mir wurde einmal mehr bewusst, was für einen Spagat sie schaffen müssen zwischen ihrer Herkunft und dem Stadtleben in Puerto Maldonado. In den Gesprächen mit ihnen wurde deutlich, wie schwierig es für sie ist, ihre Familie und Gemeinschaft zu verlassen und in der Stadt zu leben. Es ist offensichtlich, dass ihnen der Halt hier lange Zeit fehlt und eine Orientierung in dieser neuen Welt für sie extrem schwierig ist. Auf die Frage, was ihnen am meisten fehlt, kommt als Antwort zum Beispiel «das Fischen», mit Tränen in den Augen.
Projektbesuch in Peru
Die indigenen Studierenden kommen aus Dörfern, die weit weg liegen. Mit dem Boot sind wir auf dem Weg nach Palma Real und Santa Teresita, Dorfgemeinschaften, aus welchen einige der Jugendlichen herkommen, die in Puerto Maldonado studieren. Palma Real liegt etwa 3 Bootsstunden von Puerto Maldonado entfernt, Santa Teresita etwa 1.5 Bootsstunden. Video: Auf dem Weg nach Palma Real
Es ist ein eindrücklicher Besuch in Palma Real. Nach einer Versammlung mit den Eltern der Jugendlichen führen wir mit ihnen zu Hause persönliche Gespräche. Die meisten Eltern sind Fischer und können sich das Leben in der Stadt nicht vorstellen.
Wir besuchen die Familie von Maribel Meshi Shanocua, die zur indigenen Gemeinschaft der Ese Eja gehört. Die Eltern sind froh, dass ihre Tochter eine Ausbildung zur Krankenpflegerin machen kann und kümmern sich während ihrer Abwesenheit um die 5-jährige Enkelin.
Zusammen mit Segundo Rogelio Zumaeta Saavedra besuchen wir seine Mutter im Dorf Santa Teresita. Es ist ein relativ kleines Dorf mit einer Primarschule. Es wird nun an einer grösseren Schule gebaut, die dann auch die Sekundarstufe einschliessen soll. Weil in seiner Gemeinschaft zweisprachige Lehrpersonen fehlen, macht Rogelio eine Ausbildung in interkultureller zweisprachiger Erziehung. Rogelio gehört zur indigenen Gemeinschaft der Yine und ist das jüngste von zehn Kindern.
Signal suchen in Santa Teresita: Auf diesem Baumstrunk erhält Rogelio manchmal doch noch Handyempfang.
Auf der Fahrt zurück in die Stadt denke ich darüber nach, wie gross der Spagat ist, den die Jugendlichen bei ihrem Schritt zum Studium in der Stadt machen müssen. Und wie existentiell es für die ganze Gemeinschaft ist, dass dieser Schritt gelingt. Die Bedeutung der enorm engagierten Betreuungsarbeit unseres Projektpartners FENAMAD kann nicht überschätzt werden.
In Puerto Maldonado besuche ich das Studentenwohnhaus Casa Miraflores, wo die Studierenden während ihrer Ausbildung leben können. Das Haus sieht nun anders aus als vor einem Jahr. Mit Unterstützung von EcoSolidar wurden die Küche und die WC/Duschen renoviert sowie die Sicherheit verbessert (neue Türen, Hag, Schlösser). Die Studierenden halfen engagiert mit. In der Küche kochen sie zusammen, putzen und tauschen sich über den Tag aus.
Katya Mallea ist Projektleiterin und Psychologin bei unserer Partnerorganisation FENAMAD. Sie stammt selber aus Puerto Maldonado und engagiert sich mit Herzblut dafür, dass sich die indigenen Jugendlichen in der Stadt und im Studium zurechtfinden.
Als Psychologin betreut Katya die Jugendlichen individuell, um sie in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und organisiert Gruppen-Workshops zur Förderung der Sozialkompetenz und der Persönlichkeitsentwicklung. Auch das Zusammenleben der Studierenden als Gemeinschaft steht im Zentrum.
Die Casa Miraflores liegt in einer sehr schwierigen und gefährlichen Umgebung. Die Jugendlichen bewegen sich vorsichtig und sind froh, dass das Wohnheim aus Sicherheitsgründen neue Türen und Schlösser erhalten hat.
Katya ist für die Jugendlichen Ansprechsperson und Vertraute. Auf dem Besuch wird schnell klar, wie wichtig die Beziehung zu ihr für die jungen Studierenden ist. Hier warten wir am Fluss auf die Fahrt zu einer der Dorfgemeinschaften, aus der die Jugendlichen kommen.
Nach meinem Besuch im peruanischen Amazonas geht es weiter nach Cusco. Das Radio-Projekt, das EcoSolidar unterstützt, läuft weiterhin sehr erfolgreich und in Cusco geht es dieses Mal vor allem um organisatorische und strategische Fragen. In einer 8-stündigen Sitzung – vom Frühstück bis zum Sonnenuntergang – bespreche ich diese mit der Leitung.
Nach einer 4- stündigen Wanderung komme ich in Huch‘uy Qosqo an. Dort lerne ich zufällig Frau Cano und Herrn Huaman Quispe kennen, die mir erzählen, dass sie täglich das Radioprogramm Sisichakuna unserer Partnerorganisation Pukllasunchis hören, zusammen mit ihren Kindern. Den kleinen Radio haben sie immer mit dabei, auch wenn sie auf dem Feld arbeiten.
Ende April 2018 besuchten wir unsere Partnerorganisation ACAT in Swasiland. Am Trainingszentrum von ACAT trafen wir auf äusserst motivierte MitarbeiterInnen, die mit neuen Methoden und Anbauformen experimentieren.
Projektbesuch in Swasiland
Ende April 2018 besuchten wir unsere Partnerorganisation ACAT in Swasiland. Am Trainingszentrum von ACAT trafen wir auf äusserst motivierte MitarbeiterInnen, die mit neuen Methoden und Anbauformen experimentieren. Auf den Feldbesuchen trafen wir verschiedene Bäuerinnen, die von ACAT in Biolandbau ausgebildet werden. Sie haben Permakulturgärten angelegt, stellen biologischen Dünger her und bekämpfen auf natürliche Weise Schädlinge. Mit weniger Geld und mit lokal verfügbaren Mitteln können sie so die Ernährungssituation ihrer Familien verbessern und verbreiten das erlangte Wissen in ihren Dörfern weiter. Ein besonderes Highlight ist die «Wiederentdeckung» lokaler Maissorten, welche eine vielversprechende Alternative zu Gentech-Pflanzen und Hybrid bietet. Gleichzeitig sind wir sehr besorgt über die Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut in Swasiland. An einem Treffen mit Kleinbäuerinnen zeigte sich, wie schlecht die Bevölkerung über die Gefahren informiert ist.
Die ACAT Mitarbeiter führen durch den 0.2 ha grossen Permakultur- und Demonstrationsgarten. Der Garten wird biologisch bewirtschaftet. Verschiedene Methoden der Kompostierung, der Wassersammlung und der natürlichen Schädlingsbekämpfung werden hier untersucht.
Vom IFOAM Kongress in Indien brachte ACAT neues Wissen mit nach Hause, unter anderem eine indische Bohnensorte, die nun am Trainingszentrum untersucht wird.
Am Trainingszentrum in Mbuluzi wurde ein Stall zu einem Hostel umgebaut.
Die neue Trainingsunterkunft bietet 20-24 weiteren Personen einen Schlafplatz.
Viele Haushalte können ihren Anbau diversifizieren und pflanzen Süsskartoffeln, Cassava, Kohl, Rote Bete, Salat, Paprikaschoten, Erdnüsse und Zwiebeln. Diese Bäuerin bewirtschaftet ihren Garten alleine. Ihre Kinder sind auf der Suche nach Arbeit in die Stadt gezogen.
Die ACAT Extension Officers lehren in den Dörfern, wie ein Permakulturgarten angelegt wird oder wie mit Conservation Agriculture schonend gepflanzt werden kann.
ACAT unterstützt die Haushalte in der Errichtung von Lagerungsvorrichtungen für organische Produkte und Saatgut. Diese Bäuerin erklärt, wie sie ihren Mais lagert.
2017 erfuhr ACAT von Trainingsteilnehmenden von äusserst ergiebigen, lokalen Maissorten, welche diese über Generationen hinweg beinahe unbemerkt aufbewahrt hatten. Der lokale Mais sei Gold wert, betont Enock Dlamini, Geschäftsleiter von ACAT.
Mrs. Mavuso aus Shiselweni hat lokales Mais-Saatgut als Mitgift erhalten. Es werde in ihrer Familie von Generation zu Generation weitergegeben, erklärt sie.
Die lokalen Maissorten werden von ACAT nun am Trainingszentrum gepflanzt, untersucht und zur Vervielfachung auf die Buseleni-Farm gebracht. Die Bäuerinnen sollen letztendlich langfristig davon profitieren können.
Swasiland steht unter enormem Druck, gentechnisch verändertes Saatgut einzuführen. An einem Workshop mit Kleinbäuerinnen diskutiert der ACAT Extension Officer Sibusiso Dlamini mit den Bäuerinnen die Vor- und Nachteile von gentechnisch verändertem Saatgut. ACAT ist Mitglied von PELUM Swasiland, einem NGO-Netzwerk, welches EcoSolidar mitinitiiert hatte. PELUM leistet wertvolle Aufklärungsarbeit zum Thema Gentechnologie.
Tsakasile Dlamini, Geschäftsführerin von PELUM Swasiland, in Diskussion mit Kleinbäuerinnen. Eine Teilnehmerin hat Bt-Baumwolle an den Workshop mitgebracht. Immer wieder einmal tauchen Bt-Baumwollpflanzen auf, die illegal aus Südafrika ins Land gebracht werden. In diesem Fall hat die Bäuerin damit schlechte Erfahrungen gemacht. So ein Beispiel macht Eindruck.
Im April 2018 besuchten wir unsere drei Biolandbauprojekte in Malawi. Wir erlebten, wie sich die Bevölkerung vor Ort hinter die Projekte stellt und gemeinsam sehr viel erreichen kann.
Projektbesuch in Malawi
Im April 2018 besuchten wir unsere drei Biolandbauprojekte in Malawi. Wir erlebten, wie sich die Bevölkerung vor Ort hinter die Projekte stellt und gemeinsam sehr viel erreichen kann. Die Bäuerinnen und Bauern, mit denen wir in den verschiedenen Projekten gesprochen haben, stellen klare Vorteile im biologischen Landbau fest, besonders in der Erhaltung der Feuchtigkeit und der Fruchtbarkeit des Bodens. Wir sind von den drei Projekten, die sich auch untereinander austauschen, sehr beeindruckt und überwältigt von dem Engagement und dem grossen Einsatz aller Beteiligten.
In Mzuzu betreut unsere Partnerorganisation ASUD einen biologischen Schulgarten mit Gemüsepflanzen, medizinischen und schädlingsabweisenden Pflanzen. Der Garten dient als Lernfeld für die SchülerInnen und produziert gleichzeitig Nahrung, damit die Kinder in der Schule eine gesunde Mahlzeit erhalten. So können sie sich auch besser konzentrieren und lernen.
Nebst dem liebevoll gepflegten Permakulturgarten hat die Schule Felder mit Maniok und Sojabohnen, Bananenstauden und natürlich ein Maisfeld, um das Grundnahrungsmittel Nsima herzustellen
Die SchülerInnen und LehrerInnen, die Autoritäten der Region, das Schulgartenkomitee sowie die Frauenclubs, bestehend aus Müttern der Schulkinder, arbeiten sehr gut organisiert zusammen. Die Frauen arbeiten im Schulgarten mit und wenden dann das erlernte Wissen über biologischen Landbau und die Herstellung biologischen Komposts bei sich zu Hause an.
Sie legen eigene Gärten mit Gemüsepflanzen an und können so die Ernährung ihrer Familien mit wertvollen Vitaminen ergänzen und Mangelernährung vorbeugen. Gleichzeitig sind sie durch die Herstellung des Komposts unabhängig von teurem chemischem Dünger und können den Überschuss verkaufen.
In Salima unterstützt unsere Partnerorganisation KODO gehbehinderte Bauern und Bäuerinnen. Am Trainingszentrum bietet KODO 6-monatige Ausbildungskurse in Korbstuhlherstellung und Nähen an. Die Gehbehinderten erlernen mit der handwerklichen Ausbildung eine Fertigkeit, mit der sie sich ein Nebeneinkommen erarbeiten können.
Gleichzeitig lernen sie Techniken des Biolandbaus kennen, vor allem die Herstellung von Kompost, der Nährstoffe für die Pflanzen liefert und dazu beiträgt, dass der Boden feucht und fruchtbar bleibt. Dank diesem Kompost können die Maisfelder eine kurze Trockenphase überstehen, die es leider immer öfter auch während der Regenzeit gibt.
Die neue gehbehindertengerechte Unterkunft für die Kursteilnehmenden ist bereits in Betrieb.
In ihren Dörfern geben die ausgebildeten Bauern und Bäuerinnen dieses Wissen an andere weiter. Als sogenannte Leadfarmerinnen unterstützen sie weitere, auch nicht gehbehinderte, Bauern und Bäuerinnen bei Fragen und Problemen.
Ein weiteres Projekt, das wir in Malawi besuchten, ist die Demonstrationsfarm für biologischen Landbau unserer Partnerorganisation LOMADEF.
Dieses Projekt, das von EcoSolidar schon seit einigen Jahren unterstützt wird, hilft den verarmten Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Ntcheu dabei, den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten und ihre Existenz zu sichern.
Nachdem LOMADEF in eine organisatorische Krise geraten ist, begleitete EcoSolidar die Organisation bei ihrem Übergang zu einer neuen Leitung und einer strukturellen Neuausrichtung. Während unseres Besuchs hat sich nun gezeigt, dass sich dieser Einsatz gelohnt hat. Der „Turnaround“ scheint geschafft zu sein.
Falls sich diese Stabilisierung bestätigt, kann an weitere Schritte und an einen Ausbau des Projekts gedacht werden. Das Potential der Demonstrationsfarm sowie die Notwendigkeit für die wichtige und gute Arbeit von LOMADEF sind jedenfalls gegeben.
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